Schnell das Fertiggericht in die Mikrowelle, ein paar Minuten warten, fertig. Doch genau dabei könnte mehr ins Essen gelangen, als dir lieb ist. Ein neuer Umwelt-Report schlägt diesbezüglich Alarm. Und die Fakten, die jetzt auf den Tisch kommen, haben es in sich.
Die Umweltorganisation Greenpeace wertete 24 Studien aus - das erschütternde Ergebnis: Beim Erhitzen von Plastikverpackungen können hunderttausende Mikro- und Nanoplastikpartikel ins Essen übergehen. Zusätzlich werden problematische Chemikalien freigesetzt.
Besonders brisant sind sogenannte PFAS, auch als "Ewigkeits-Chemikalien" bekannt. Diese Stoffe werden in Lebensmittelverpackungen eingesetzt, bauen sich in der Umwelt kaum ab und stehen im Krebs-Verdacht. Zudem werden sie mit Hormonstörungen und Fruchtbarkeitsproblemen in Verbindung gebracht.
Betroffen sind laut Bericht gängige Kunststoffe wie Polypropylen, Polystyrol oder PET-Materialien, die häufig für Mikrowellengerichte und Takeaway-Boxen verwendet werden.
Selbst wenn auf der Verpackung "mikrowellengeeignet" steht, steigt durch Hitze laut den analysierten Studien die Freisetzung von Mikroplastik und Chemikalien deutlich an. Greenpeace warnt: Die schnelle Mahlzeit könnte zur täglichen, unsichtbaren Belastung werden - geruchlos und geschmacklos.
Vor dem Hintergrund der laufenden PFAS-Debatte fordern Konsumentenschützer ein Verbot problematischer PFAS in Lebensmittelverpackungen sowie ein Ende riskanter Plastikverpackungen bei Fertiggerichten.
Länder wie Dänemark und Frankreich hätten gezeigt, dass nationale Verbote möglich seien. Langfristig brauche es jedoch ein EU-weites Verbot der gesamten Stoffgruppe.
"Was als schnelle, bequeme Mahlzeit gedacht ist, darf nicht zu einem täglichen Gesundheitsrisiko werden", sagt Greenpeace-Konsumexpertin Madeleine Drescher. Wenn beim Aufwärmen unsichtbares Mikroplastik und Ewigkeitsgifte ins Essen übergehen, sei das "ein Alarmsignal".