Die Sorge vor möglichen Krawallen in der Halloween-Nacht erreicht jetzt auch die diplomatische Ebene.
Wie aus einer "Heute" vorliegenden Zirkularnote des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) hervorgeht, wurden die in Österreich akkreditierten Botschaften, diplomatischen Vertretungen und internationalen Organisationen ausdrücklich vor möglichen Ausschreitungen am Samstag, dem 31. Oktober, gewarnt.
Das Schreiben stammt vom 28. Oktober 2026 und wurde von der Protokollabteilung des Außenministeriums verschickt. Darin ist von einem erhöhten Risiko gewalttätiger Ausschreitungen die Rede. Besonders brisant: Die Warnung beschränkt sich keineswegs auf Wien. Auch die Innenstadtbezirke anderer österreichischer Landeshauptstädte werden ausdrücklich genannt.
Grund für die Warnung sind laut Außenministerium Ankündigungen in sozialen Medien. In dem Schreiben heißt es, dass am 31. Oktober vor allem in der Wiener Innenstadt sowie in den Zentren anderer Landeshauptstädte "ein erhöhtes Risiko für gewalttätige Ausschreitungen besteht".
Das Außenministerium belässt es nicht bei der allgemeinen Warnung, sondern gibt den ausländischen Vertretungen auch konkrete Sicherheitsempfehlungen. So wird den Diplomaten nahegelegt, ihre Fahrzeuge nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen abzustellen – insbesondere nicht in den Innenstadtbezirken. Außerdem sollen sie Demonstrationen und Versammlungen mit vermummten Gruppen meiden.
Dass das Außenministerium derartige Vorsichtsmaßnahmen in einer offiziellen diplomatischen Note kommuniziert, zeigt, wie ernst die möglichen Sicherheitsrisiken im Vorfeld der Halloween-Nacht genommen werden.
Hintergrund der Warnungen sind Aufrufe in sozialen Netzwerken. Unter dem Motto "GenZ regelt" wird für den 31. Oktober zu Protestaktionen in mehreren österreichischen Städten mobilisiert. Dabei wird auch auf die jüngsten gewalttätigen Ausschreitungen in Frankreich Bezug genommen.
Die Polizei hat bereits zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Allein in Wien sollen mehrere Hundert Beamte im Einsatz sein – sowohl uniformiert als auch in Zivil. Auch die Aktivitäten in sozialen Medien werden genau beobachtet.