Die Regierung verschärft die Regeln für Integrationsverweigerer massiv. Mit dem neuen Integrationspflichtengesetz, das Teil der geplanten Sozialhilfereform ist, sollen Verstöße gegen Integrationspflichten künftig deutlich härter bestraft werden. "Heute" hat alle Details.
Das neue Integrationspflichtengesetz setzt dabei auf zwei Maßnahmen: Einerseits soll die Sozialhilfe für Asylberechtigte bei Verstößen gegen Integrationspflichten gekürzt werden können. Andererseits sollen künftig auch Verwaltungsstrafen gegen Personen verhängt werden können, die ihren Verpflichtungen im Rahmen des Integrationsprogramms nicht nachkommen. Dazu zählen etwa die Teilnahme an kostenlosen Deutsch- und Wertekursen, das Ablegen von Integrationsprüfungen sowie die Anerkennung der Werte-Charta.
Wer gegen diese Pflichten verstößt, muss künftig tief in die Tasche greifen. "Heute" hat die gesamte Liste an Strafen, die Integrationsverweigerern drohen.
Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) betont: "Wer in Österreich leben will, muss Deutsch lernen, unsere Werte akzeptieren und bereit sein, sich durch Arbeit eine eigenständige Zukunft aufzubauen." Das Zusammenleben beruhe auf gemeinsamen Regeln und gemeinsamer Verantwortung, Fördern und Fordern gehöre zusammen. "Es ist eine Frage von Gerechtigkeit, dass unsere Regeln vehement durchgesetzt werden und Verstöße zu Sanktionen führen."
Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) fügt an: "Integration ist in Österreich Pflicht, mit dem Integrationspflichtengesetz halten wir das auch gesetzlich fest. Aber ein Gesetz ohne Konsequenzen ist zahnlos. Deshalb gibt es im Integrationspflichtengesetz nicht nur die Möglichkeit, die Sozialhilfe zu streichen, sondern auch Strafen."
Wer seine Pflichten wiederholt verletze, bekomme "die volle Härte" des Gesetzes zu spüren. "Wir machen Integration verbindlich und sorgen dafür, dass die Einhaltung dieser Pflichten auch von allen eingefordert werden kann", so Bauer.