Vorwürfe auch in OÖ

Missbrauchs-Skandal: Jetzt spricht SPÖ-Grande Machtwort

Immer mehr Fälle in SOS-Kinderdörfern: Nachdem es nun auch gegen den Standort Altmünster schwere Vorwürfe gibt, meldet sich die OÖ-Politik zu Wort.
Oberösterreich Heute
29.10.2025, 14:25
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Die Fälle erschüttern zutiefst: In der Missbrauchs-Causa in SOS-Kinderdörfern gibt es nun auch schwere Vorwürfe gegen den Standort Altmünster in OÖ. Ein Betroffener hatte sich beim "ORF" gemeldet und von Übergriffen aus den 80er- und 90er-Jahren berichtet.

Standortleitung freigestellt

Die schweren Anschuldigungen richten sich gegen ehemalige Mitarbeiter, weniger gravierende Vorfälle betreffen die aktuelle Standortleitung. Sie wurde schon am 16. Oktober vorübergehend freigestellt, eine interne Prüfung läuft.

Es gehe dabei um unsachgemäßen Umgangston und vereinzelte körperliche Übergriffe, aber keine sexuellen, hieß es vom SOS-Kinderdorf. Die Freistellung sei keine Vorverurteilung, sondern eine Standardmaßnahme.

Landesrat kündigt Sonderprüfung an

Nach den neuen Vorwürfen meldete sich am Mittwoch auch der zuständige Kinderschutzlandesrat Martin Winkler (SPÖ) zu Wort: "Die in den Medien in den letzten Wochen bekannt gewordenen Vorfälle im SOS Kinderdorf machen uns alle tief betroffen." Die neuen Berichte betreffend Einrichtungen in OÖ würden "zusätzliche Vorsorgehandlungen" verlangen.

Winkler kündigte außerdem eine Vor-Ort-Sonderprüfung an allen drei Standorten im Bundesland an. Am Mittwoch habe er dafür der Kinder- und Jugendhilfe den Auftrag erteilt. Man wolle sich selbst ein Bild der Lage machen, "da wir der Informationspolitik von SOS Kinderdorf Österreich nicht vollumfänglich vertrauen können".

Es wird betont, dass unmittelbar nach Bekanntwerden der Fälle im September entsprechende Maßnahmen eingeleitet wurden: "Die Kinder- und Jugendhilfe OÖ wurde beauftragt, bei SOS Kinderdorf eine umfassende Darstellung der bestehenden organisatorischen und personellen Vorkehrungen einzufordern."

"Wir gehen allen Meldungen nach"

Zudem gab es Fachaufsichten vor Ort, darüber hinaus würden sämtliche Aufsichtsberichte der vergangenen 15 Jahre detailliert überprüft. Winkler betont: "Betroffene können sich sowohl bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft sowie bei der Kinder- und Jugendhilfe melden." Man nehme Hinweise und Beschwerden ernst, prüfe sie systematisch. Wo notwendig würden unverzüglich Maßnahmen gesetzt werden. "Egal, ob es sich um historische oder aktuelle Fälle handelt – wir gehen allen Meldungen nach."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 29.10.2025, 15:08, 29.10.2025, 14:25
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