Die Wiener Polizei hat am Freitag (6. November) bei einem groß angelegten Verkehrsschwerpunkt zahlreiche Verkehrssünder aus dem Verkehr gezogen. Im Visier der Beamten standen vor allem Raser sowie Lenker, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss unterwegs waren.
Die Bilanz: Sechs Führerscheine wurden vorläufig abgenommen, einem weiteren Lenker droht sogar die Beschlagnahme seines Autos.
Besonders dreist war ein Autofahrer, der gegen 8.40 Uhr auf der Westautobahn (A1) im Bezirk Penzing in Fahrtrichtung Wientalstraße unterwegs war. Statt der erlaubten 70 km/h hatte der Lenker satte 161 km/h auf dem Tacho. Nach Abzug der gesetzlichen Messtoleranz blieb eine Überschreitung von 82 km/h übrig.
Ein mobiles Radarmessfahrzeug erwischte den Raser. Die Polizei erstattete Anzeige. Dem Lenker drohen nun ein Führerscheinentzugsverfahren und sogar die Beschlagnahme seines Fahrzeugs.
Doch der Mann war längst nicht der einzige Temposünder. Gleich fünf weitere Autofahrer waren derart schnell unterwegs, dass ihnen die Polizisten den Führerschein an Ort und Stelle vorläufig abnahmen.
Vier Lenker wurden in einer 80er-Zone mit 131, 149, 150 und 152 km/h gemessen. Ein weiterer Autofahrer raste mit 102 km/h durch einen Bereich, in dem lediglich 50 km/h erlaubt waren. Auch ein alkoholisierter Lenker ging den Beamten ins Netz. Bei ihm zeigte der Alkotest 0,9 Promille an. Seinen Führerschein musste er ebenfalls abgeben.
Bei den Kontrollen deckten die Polizisten noch zahlreiche weitere Verstöße auf. Vier Autofahrer wurden wegen vermeidbarer Knallgeräusche aus ihren Auspuffanlagen angezeigt. Vier Fahrzeugen wurden wegen fehlender Haftpflichtversicherung die Kennzeichen abgenommen.
Auch ein Lenker ohne gültigen Führerschein wurde erwischt. Ein weiterer hielt einen Sicherheitsabstand von weniger als 0,2 Sekunden ein. Dazu kamen unter anderem Anzeigen wegen Missachtung eines Anhaltezeichens und wegen mangelnder körperlicher Verfassung eines Fahrzeuglenkers.
Insgesamt führten die Beamten 20 Alkoholvortests und einen Alkomattest durch. In einem Fall wurde eine Sicherheitsleistung von 1.500 Euro eingehoben.
Die Wiener Polizei kündigte bereits an, auch künftig verstärkt Verkehrskontrollen durchzuführen. Für Raser und andere Verkehrssünder wird es auf Wiens Straßen damit weiterhin eng.