Über die RuNi GmbH – eine Symbiose der Vornamen der beiden Gründer, Rudolf Rzucidlo sowie Nicole Kreiner-Rzucidlo – wurde am Dienstag (2. Juni) ein Konkursverfahren eröffnet.
Das Unternehmen, das vor allem günstige Mode und Textilien verkauft, betreibt aktuell noch drei Filialen in Niederösterreich und dem Burgenland. Eine Fortführung des Betriebs ist nicht geplant.
Laut dem Alpenländischen Kreditorenverband (AKV) führten vor allem die deutlich gesunkene Konsumlaune und massive Umsatzrückgänge seit Jahresbeginn in die Insolvenz. Bereits zuvor hatte die Firma versucht, mit Filialschließungen und Personalabbau gegenzusteuern. Die Maßnahmen hätten jedoch nicht den gewünschten wirtschaftlichen Erfolg gebracht.
Besonders brisant: Für die RuNi GmbH gab es bereits zuvor ein Insolvenzverfahren. Trotz der damals eingeleiteten Sanierungsschritte verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage weiter.
Laut den vorliegenden Unterlagen kann das Unternehmen seine laufenden Kosten inzwischen nicht mehr decken. Die Geschäftsführung bezeichnet die Firma als überschuldet und zahlungsunfähig.
Die Lohn- und Gehaltsansprüche der aktuell noch acht Mitarbeiter sollen teilweise offen sein.
Von der Pleite sind derzeit rund 29 Gläubiger betroffen. Die Passiva belaufen sich auf etwa 183.000 Euro. Dem gegenüber stehen Vermögenswerte wie Geschäftseinrichtung, Warenlager und sonstige kleinere Aktiva. Immobilien besitzt das Unternehmen nicht.
Das Unternehmen wurde 2020 gegründet. Derzeit betreibt "RuNi" Standorte im Einkaufszentrum Stoob-Süd, in Wiener Neustadt sowie in Rust.