Ein ganzer Hubschrauber verschwindet aus einem Hangar, und Wochen später gibt es noch immer keine heiße Spur. Für Thomas Morgenstern (39) ist der spektakuläre Diebstahl seines Arbeitsgeräts weiterhin ein Rätsel. Der ehemalige Skisprung-Star spricht jetzt offen darüber, wie sehr ihn der Vorfall beschäftigt.
In der Ö3-Sendung "Walek wandert" verrät der Kärntner, dass es bei den Ermittlungen bisher keine Neuigkeiten gibt. Die Hoffnung, den Helikopter zurückzubekommen, hat er inzwischen weitgehend aufgegeben.
"Nein, leider gibt es bis heute kein Update", erklärt der ehemalige ÖSV-Adler in der Radiosendung. Dass Kriminelle ausgerechnet einen Hubschrauber stehlen, kann Morgenstern noch immer kaum fassen.
"Es ist natürlich eine arge Geschichte", sagt er. "Es ist sehr skurril, dass jemanden ein Hubschrauber gestohlen wird. Und es tut einfach weh, wenn dir das Arbeitsgerät weggenommen wird."
Denn für den früheren Spitzensportler war der Helikopter nicht bloß ein Fortbewegungsmittel. Morgenstern bot damit exklusive Rundflüge an.
Trotz der ausbleibenden Ermittlungsergebnisse hofft der 39-Jährige weiterhin darauf, dass die Verantwortlichen ausgeforscht werden.
Sein Wunsch sei: "Dass wir eine Spur und die Leute, die dafür verantwortlich sind, finden". Bei der Rückkehr des Fluggeräts ist er allerdings deutlich pessimistischer.
"Den Hubschrauber selber werden wir, glaube ich, nicht mehr finden."
Der ungewöhnliche Diebstahl ereignete sich Ende September am Flugplatz Mauterndorf im Salzburger Lungau. In einer Nacht brachen bislang unbekannte Täter in einen Hangar ein und verschwanden mit einem Hubschrauber.
Das Fluggerät gehört dem Unternehmer Manuel Aster und wurde von Thomas Morgenstern betrieben. Wie die Täter den Coup im Detail durchführten und wohin sie den Helikopter brachten, ist weiterhin ungeklärt. Die Ermittlungen laufen.
Für Morgenstern war der Diebstahl völlig unvorstellbar. Schließlich handelt es sich bei einem Hubschrauber um ein auffälliges und ungewöhnliches Diebesgut.
"Nie im Leben rechnet man damit. Das gab’s in der Geschichte in Europa nur dreimal", erzählt der ehemalige Skispringer.
Am 30. Oktober feiert Morgenstern seinen 40. Geburtstag. Ob die Ermittler bis dahin neue Erkenntnisse zum verschwundenen Hubschrauber haben werden, ist offen.
Der einstige Skisprung-Star hofft jedenfalls zumindest noch darauf, dass die Verantwortlichen gefunden werden. Mit einem Wiedersehen mit dem Helikopter rechnet er hingegen kaum mehr.