Stadt bleibt bei Nein

Moschee-Streit geht weiter – Stadt lehnt diese Pläne ab

Der Kulturverein ATIB will in Dornbirn eine Moschee samt Kulturzentrum bauen. Die Stadt lehnt das eingereichte Projekt in dieser Form ab.
Österreich Heute
02.10.2026, 14:53
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Der geplante Neubau einer Moschee samt Kulturzentrum in Dornbirn sorgt weiter für Diskussionen, die Vorstellungen liegen deutlich auseinander. Nach einem Gespräch zwischen der Stadt und ATIB (türkisch-islamischer Kulturverein) steht fest: An den Bedingungen für eine mögliche Umsetzung wird nicht gerüttelt.

Geplant ist das Gebäude in der Quellengasse. Mittlerweile hat ATIB seine Überlegungen für das Bauvorhaben auch bei der Stadt eingereicht. Doch die erteilte dem Projekt in seiner derzeitigen Form eine klare Absage.

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Nach Auffassung der Stadt ist das eingereichte Projekt ebenso wie der zuvor präsentierte Vorentwurf nicht akzeptabel und damit nicht umsetzbar. "Unsere Position ist bekannt und daran hat sich nichts geändert", betont Bürgermeister Markus Fäßler (SPÖ).

Diese Bedingungen stellt die Stadt

Damit eine Moschee mit Kulturzentrum an diesem Standort überhaupt realisiert werden kann, verlangt Dornbirn mehrere Voraussetzungen. Dazu gehört ein Architekturwettbewerb. Dieser soll neben der architektonischen Qualität auch eine gute Einbindung des Gebäudes in das Stadtbild und eine breite Akzeptanz sicherstellen.

Außerdem soll ein eigenes Gremium das Projekt begleiten. Darin sollen Vertreter der Anrainer, der Politik und Experten sitzen. Unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse sollen dadurch berücksichtigt werden und auch in den Architekturwettbewerb einfließen.

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Eine weitere Forderung betrifft die Nutzung des Kulturzentrums. Die Stadt erwartet einen gesellschaftlichen Mehrwert, etwa durch Sprachkurse sowie weitere Bildungs- und Integrationsangebote.

Sonderwidmung wird Voraussetzung

Ein zentraler Punkt ist die Widmung des Grundstücks. Wegen der erwarteten Auswirkungen auf Verkehr, Nachbarschaft, Städtebau und Ortsbild verlangt die Stadt eine entsprechend gewidmete Sondergebietsfläche. Dafür bereitet Dornbirn nun eine eigene Verordnung für publikumsintensive Veranstaltungsstätten vor.

Anlagen mit einer Kapazität von mehr als 150 Besuchern sollen künftig nur noch auf Grundlage einer entsprechenden Sonderwidmung errichtet werden dürfen. Die Verordnung soll der Stadtvertretung bereits in der nächsten Sitzung zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Stadt kann Bedingungen festschreiben

Die Sonderwidmung hat für das Moschee-Projekt eine weitere Konsequenz: Damit ist der Abschluss eines Raumplanungsvertrags verbunden.

In diesem Vertrag können verpflichtende Bedingungen für die Umsetzung festgeschrieben werden. Dazu zählt etwa die Durchführung des von der Stadt verlangten Architekturwettbewerbs.

Das Gespräch mit ATIB bezeichnet die Stadt als intensiv, offen und sachlich. Gleichzeitig sei dabei deutlich geworden, dass die Vorstellungen über das Vorhaben mitunter weit auseinanderliegen.

"Ich habe schon mehrfach betont: Eine Moschee mit Kulturzentrum kann es nur im Konsens mit der Bevölkerung geben", sagt Fäßler. "Dafür muss sich das Projekt an den Bedürfnissen der Stadt, der Bevölkerung und des unmittelbaren Umfelds orientieren."

red,Akt. 02.10.2026, 14:57, 02.10.2026, 14:53