Nach der Tötung einer 38-jährigen Frau am Ostersonntag in Sooß (Bezirk Baden) nehmen die Ermittlungen eine neue Wendung. Im Fokus steht nun auch ein 45-jähriger Mann, der dem tatverdächtigen Ehemann (47, Österreicher mit kosovarischen Wurzeln) die mutmaßliche Tatwaffe übergeben haben soll.
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat nach der Festnahme die Verhängung der Untersuchungshaft beantragt, diese wurde bereits verhängt. Gegen den Mann wird wegen Beitragstäterschaft zum Mord ermittelt.
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Der 45-jährige Österreicher – ebenfalls mit kosovarischen Wurzeln – wurde am Dienstagabend bei einem Cobra-Einsatz in Wiener Neustadt festgenommen und einen Tag später in die Justizanstalt überstellt.
Bei seiner Einvernahme weist der 45-Jährige alle Vorwürfe zurück. Der mutmaßliche Waffenhändler bestreitet, dem 47-jährigen Hauptverdächtigen die Pistole – eine "Beretta" – übergeben zu haben.
Brisant: Der Mann ist einschlägig vorbestraft und soll laut "Krone" bereits rund 18 Jahre in Haft verbracht haben, unter anderem wegen eines Schussattentats auf einen Türsteher. Erst vor wenigen Monaten kam er aus dem Gefängnis wieder heraus.
Die getötete vierfache Mutter erlitt mehrere Stich- und Schussverletzungen. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis waren die Vielzahl an Stichen – mit einem Schraubenzieher – tödlich.
Der 47-jährige Ehemann zeigte sich geständig: Er soll zunächst mit der Pistole auf seine Frau geschossen haben, die Schüsse waren jedoch nicht tödlich. Dann soll er zugestochen haben. Beide Tatwaffen wurden sichergestellt. Es gilt die Unschuldsvermutung.