In der Nacht auf Dienstag forderte ein wohl gezielter Angriff mit einem BMW mindestens fünf Verletzte – einige schwer. Zu dem Vorfall kam es gegen 23.30 Uhr in Neustadt am Rübenberge (Region Hannover). Das Auto raste in eine Personengruppe neben der Straße, wodurch Menschen durch die Luft geschleudert wurden.
Die Polizei konnte rasch eingreifen, da Beamte nahe dem Tatort Verkehrskontrollen durchführten. Um den Wagen zu stoppen, eröffnete die Polizei das Feuer. Nachdem der Lenker stehen geblieben war, flüchtete er. Ob noch weitere Personen mit ihm die Flucht ergriffen, ist unklar. Nachdem eine erste Fahndung ohne Erfolg verlaufen war, konnten die Beamten an der Adresse des Fahrzeughalters drei Personen festnehmen.
Unklar bleibt, ob sie in Verbindung mit der Autoattacke stehen. Die diesbezüglichen Ermittlungen laufen. Was jedoch als sicher gilt ist, dass die Beteiligten zu Großfamilien gehören. Demnach soll ein Streit zwischen den Clans das Motiv gewesen sein – "Heute" berichtete. Die genauen Hintergründe seien jedoch noch nicht geklärt.
Wie die "Bild" nun berichtet, werden die Häuser der beteiligten Familien von der Polizei bewacht. Gegenüber der Tageszeitung wollte man "aus ermittlungstaktischen Gründen" keine weiteren Details verraten. Besonders brisant: Ein Mitglied der anderen Familie wohnt nur rund 800 Meter entfernt.
Laut der Polizei sollen die Beteiligten zu Großfamilien gehören, die in Teilen im Zusammenhang mit Clankriminalität stehen sollen. Für die Bevölkerung bestehe allerdings keine Gefahr. Des Weiteren wird aktuell nach Zeugen der Autoattacke gesucht.