Bei einer Schwerpunktkontrolle in Graz gingen der Polizei in der Nacht auf Freitag gleich mehrere Verkehrssünder ins Netz. Besonders kurios: Ein 31-jähriger Autofahrer aus dem Bezirk Voitsberg hatte für seine Raserei eine ungewöhnliche Erklärung parat.
Gegen 23 Uhr führten Polizisten auf der Triester Straße Lasermessungen durch. Dabei erwischten sie den Steirer, der mit seinem Pkw mit satten 109 km/h in Richtung Norden unterwegs war.
Als die Polizisten den 31-Jährigen zur Rede stellten, lieferte er eine bemerkenswerte Ausrede: Er sei aus "reiner Freude" so schnell gefahren. Die Freude dürfte allerdings nicht lange angehalten haben. Die Beamten nahmen ihm an Ort und Stelle den Führerschein vorläufig ab.
Doch der Mann war nicht der einzige Raser in dieser Nacht. Gegen 1.20 Uhr raste ein 20-jähriger Motorradfahrer aus Graz mit 119 km/h über die Triester Straße. Die Polizei stoppte ihn im Kreuzungsbereich mit der Wagner-Jauregg-Straße.
Auch für ihn war die Fahrt damit beendet. Die Polizisten nahmen dem jungen Grazer den Führerschein vorläufig ab und beschlagnahmten zudem sein Motorrad.
Für einen weiteren Polizeieinsatz sorgte gegen 0.17 Uhr ein 28-jähriger Autofahrer. Er war einer Zivilstreife auf der Triester Straße wegen seiner stark überhöhten Geschwindigkeit aufgefallen.
Als ihn die Polizisten mit Blaulicht und Anhaltezeichen stoppen wollten, drückte der Mann erst recht aufs Gas. Mit teilweise mehr als 100 km/h flüchtete er über mehrere Straßen durch Graz.
Dabei krachte es auch: Der Lenker verursachte einen Verkehrsunfall mit Sachschaden, setzte seine Flucht aber fort.
In der Lagergasse stoppte der 28-Jährige schließlich seinen Wagen und versuchte, zu Fuß zu entkommen. Doch die Polizisten waren schneller, holten den Flüchtigen ein und nahmen ihn fest.
Der Mann wird nun wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit bei der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt. Während für den 28-Jährigen die Flucht mit Handschellen endete, war für die beiden anderen Raser zumindest vorerst der Führerschein weg.