Bei einem Notfall mit einem Neugeborenen zählt jede Sekunde. Gleichzeitig kommen Reanimationen bei Babys im medizinischen Alltag zum Glück nur selten vor. Genau deshalb müssen die entscheidenden Handgriffe sitzen, wenn es darauf ankommt.
Das Landesklinikum Hainburg setzt dafür jetzt auf eine neue, besonders realistische Neugeborenenpuppe. Mit ihr können Ärzte und Pflegepersonal regelmäßig die Wiederbelebung der kleinsten Patienten trainieren.
Das Übungsmodell bildet die Anatomie und körperliche Reaktionen eines Neugeborenen möglichst realistisch nach. Dadurch lassen sich Notfallsituationen deutlich wirklichkeitsnäher trainieren als mit herkömmlichen Modellen.
Geübt werden unter anderem der richtige Druckpunkt und die korrekte Technik bei der Herzdruckmassage sowie die Beatmung. Ziel ist es, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und das Team auch unter großem Zeitdruck sicher reagieren kann. Zusätzlich zu den Schulungen durch die Kinderärztin finden regelmäßig Notfalltrainings mit externen Anbietern statt.
"Da Notfälle bei Neugeborenen so selten vorkommen, ist die optimale Vorbereitung durch regelmäßige Trainings und Schulungen umso wichtiger", betont Seline Rackl, Primaria der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.