Der frühere Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ), Rene Schimanek, ist erneut vor Gericht verurteilt worden – "Heute" berichtete. Wie "ORF NÖ" berichtet, musste sich Schimanek am Landesgericht Krems wegen Verstößen gegen das Waffen- und Sprengmittelgesetz verantworten.
Der brisante Fund war im Juni gemacht worden. Im Zuge einer Überprüfung seines Waffenverbots wurden an Schimaneks Wohnadresse laut "ORF NÖ" insgesamt 79 Sprengkapseln, drei elektrische Sprengzünder sowie ein Reizstoffwurfkörper entdeckt.
Schimanek soll die Gegenstände unbefugt besessen haben, wenn auch nur fahrlässig. Vor Gericht zeigte er sich geständig.
Das Urteil: 180 Tagessätze zu je 40 Euro, insgesamt also 7.200 Euro, sowie fünf Monate bedingte Haft. Die Probezeit beträgt drei Jahre. Schimanek verzichtete auf Rechtsmittel, die Staatsanwaltschaft gab zunächst keine Erklärung ab. Am Freitag wurde das Urteil laut "ORF NÖ" rechtskräftig.
Für Schimanek ist es nicht die erste Verurteilung in diesem Jahr. Bereits im März war er am Landesgericht Krems wegen Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingt verurteilt worden. Hintergrund war die Todesanzeige für seinen Vater, den früheren niederösterreichischen FPÖ-Chef und Landesrat Hans Jörg Schimanek senior.
Schimanek hatte Ende 2024 die Veröffentlichung der Parte auf der Webseite der Stadt Langenlois veranlasst. Darin waren ein in rechtsextremen Kreisen verbreitetes Zitat sowie das "Irminsul"-Symbol verwendet worden.
Nach diesem Prozess zog Schimanek politische Konsequenzen: Er trat aus der FPÖ aus und legte auch sein Mandat als Stadtrat in Langenlois zurück.