Mit iCAUR geht in Kürze eine weitere chinesische Automarke in Österreich an den Start. Den Import übernimmt Colmobil mit Sitz in Wien/Schwechat. Das Unternehmen verantwortet Vertrieb, Service sowie Marketing und baut parallel ein Händler- und Servicenetz auf.
iCAUR gehört zum chinesischen Autohersteller Chery Automobile und positioniert sich als Premiummarke für elektrifizierte Fahrzeuge.
"Österreich und iCAUR passen perfekt zusammen: Die Fahrzeuge fühlen sich im Gelände genauso zu Hause wie auf der Straße", sagt Colmobil-Chef Lars Pauly. Die Modelle würden hohe Leistung und große Reichweite mit einem nachhaltigen Antriebskonzept verbinden.
iCAUR wurde 2023 als reine Marke für sogenannte New-Energy-Fahrzeuge vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen ein klassisches Boxy-Design, also bewusst eckig gehaltene Formen, hochwertige Innenräume, digitale Bedienung und vielseitig nutzbare Fahrzeuge.
International ist vor allem das kompakte Elektro-SUV V23 bereits unterwegs. Er wird in mehr als 20 Märkten angeboten und erreichte in mehreren Ländern starke Platzierungen. In Thailand wird es als führendes Boxy-SUV geführt, in Malaysia zählt es zu den drei führenden reinen Elektroautos. In Südafrika wird es als führendes Premium-Elektromodell ausgewiesen. 2026 erhielt der V23 außerdem einen Red Dot Award in der Kategorie Design Concept.
Jetzt richtet iCAUR den Blick auf Europa. Österreich soll dabei als erster europäischer Markt den Anfang machen. Danach sind Markteintritte in Tschechien, Spanien, Großbritannien und Deutschland geplant.
Den Auftakt macht bei uns der iCAUR V27. Das rund fünf Meter lange Flaggschiff kombiniert eine kantige SUV-Optik mit einem Range Extender. Angetrieben wird das Fahrzeug elektrisch. Ein Verbrennungsmotor erzeugt bei Bedarf Strom und soll damit die Reichweite erhöhen.
Der V27 soll mit Front- oder Allradantrieb auf den Markt kommen. Je nach Version beträgt die Leistung 185 oder 335 kW. Die Batteriekapazität liegt bei 20,4 bzw. 34,3 kWh.
Für unterschiedliche Straßen- und Geländebedingungen gibt es acht Fahrmodi: Eco, Normal, Sport, Individual, Schlamm, Schnee, Sand und Schotter. Dazu kommen 224 Millimeter Bodenfreiheit, eine Wattiefe von bis zu 600 Millimetern und eine sogenannte Crawl-Funktion für langsames Fahren in schwierigem Gelände.
Für Zubehör und Erweiterungen sind 39 vorbereitete Schnittstellen und Befestigungspunkte vorgesehen. Über eine Außenstromversorgung können außerdem elektrische Geräte mit bis zu 6 kW betrieben werden.
Der Kofferraum fasst bei aufgestellter Rückbank 715 Liter, mit umgelegten Rücksitzen bis zu 1.818 Liter. Im Innenraum sind ein 15,4 Zoll großes Zentraldisplay, ein Soundsystem mit 15 Lautsprechern und 21 Fahrerassistenzfunktionen angekündigt.
Die ersten Fahrzeuge sollen im Herbst in Österreich eintreffen. Der kleinere V23 und weitere Modelle sollen später folgen. Ein konkreter Verkaufsstart, Preise und Ausstattungsvarianten wurden noch nicht genannt. Auch die technischen Angaben sind vorläufig und können sich bis zur europäischen Typgenehmigung noch ändern.
Importeur Colmobil ist in Österreich bereits für OMODA & JAECOO sowie GAC Aion zuständig und nimmt nun auch iCAUR ins Portfolio auf. Die Muttergesellschaft Colmobil Group ist Israels führende Automobilgruppe und verkauft dort mehr als 60.000 Fahrzeuge pro Jahr.
Noch größer ist der Konzern hinter iCAUR: Chery Automobile wurde 1997 gegründet und beschäftigt heute mehr als 100.000 Mitarbeiter. 2025 verkaufte die Chery Group nach eigenen Angaben weltweit 2,806 Millionen Fahrzeuge, davon wurden 1,344 Millionen exportiert.
Chery bezeichnet sich als Chinas größten Automobilexporteur und ist inzwischen in zahlreichen europäischen Märkten vertreten. Mit iCAUR folgt nun eine weitere Marke des Konzerns – und Österreich bekommt beim Europa-Start die Vorreiterrolle.