Was sich genau ändert

Neue Pensionsregel gilt für alle Menschen in Österreich

Die Bundesregierung plant eine Zusatzpension für alle Arbeitnehmer - ab dem Jahr 2027 soll das neue Modell bereits starten. Was bisher bekannt ist.
André Wilding
06.04.2026, 21:00
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Die Regierung will das Pensionssystem umbauen - und damit mehr Menschen eine zusätzliche Absicherung im Alter ermöglichen. ÖVP, SPÖ und NEOS scheinen sich jedenfalls auf neues Modell geeinigt zu haben, das ab 2027 greifen soll – das berichtet die "Kronen Zeitung".

General-Pensionskassenvertrag

Im Zentrum steht der sogenannte General-Pensionskassenvertrag. Ziel ist es, die bestehende Vorsorge deutlich aufzuwerten und vor allem breiter zugänglich zu machen. Bisher profitieren aber nur wenige Arbeitnehmer von einer zweiten Pension.

Derzeit läuft es so: Arbeitgeber zahlen verpflichtend 1,53 Prozent des Bruttogehalts in eine Mitarbeiterkasse ein. Dieses Geld wird meist als Einmalbetrag ausbezahlt, etwa beim Jobwechsel oder beim Pensionsantritt. Eine monatliche Zusatzpension gibt es nur dann, wenn der Arbeitgeber freiwillig in eine Pensionskasse einzahlt.

Persönliche Risikobereitschaft

Genau das soll sich nun ändern. Künftig sollen alle Arbeitnehmer die Möglichkeit bekommen, ihr angespartes Guthaben aus der Mitarbeiterkasse in eine laufende Zusatzpension umzuwandeln, berichtet die Tageszeitung. Damit würde aus der bisherigen Einmalzahlung eine regelmäßige Auszahlung im Alter.

Finanzminister Markus Marterbauer
Helmut Graf

Aktuell haben nur rund 25 Prozent der Beschäftigten Zugang zu einer solchen Lösung. Mit der Reform würde sich das System grundlegend öffnen und für deutlich mehr Menschen attraktiv werden.

Ein weiterer Punkt: Arbeitnehmer sollen selbst entscheiden können, wie ihr Geld veranlagt wird. Je nach persönlicher Risikobereitschaft kann das Kapital laut "Krone" unterschiedlich investiert werden - mit der Chance auf höhere Erträge.

Wichtige Absicherung

Gleichzeitig bleibt eine wichtige Absicherung bestehen: In Notfällen soll es weiterhin möglich sein, sich das gesamte angesparte Kapital auf einmal auszahlen zu lassen. Die Reform ist Teil größerer Bemühungen, Altersarmut zu verhindern. Schon im Koalitionsvertrag hatten sich die Regierungsparteien auf entsprechende Maßnahmen verständigt.

Die konkrete Ausgestaltung wird aktuell noch verhandelt, weitere Details sollen in den kommenden Wochen folgen, heißt es in der "Krone". Fix ist aber bereits der Zeitplan: Laut Finanzminister Markus Marterbauer soll das neue Modell ab 2027 für alle zur Verfügung stehen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } Akt. 07.04.2026, 11:30, 06.04.2026, 21:00
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