Ein Jahr nach dem Start der Koalition aus ÖVP, SPÖ und Neos kommt scharfe Kritik von den Grünen. Klubobfrau Leonore Gewessler wirft der Regierung vor, sich selbst zu feiern, während viele Menschen die Belastungen spüren würden.
"Die Regierung lobt sich selbst, aber die Menschen haben nichts zu feiern." Für Gewessler zeigt die Bilanz nach zwölf Monaten vor allem eines: steigende Fixkosten, weniger Unterstützung und wachsende Ungerechtigkeit. "Aufgefallen ist die Regierung vor allem mit Kürzungen auf dem Rücken der Mitte der Bevölkerung."
Gespart werde ausgerechnet bei jenen, die das Land tragen würden – bei Familien, Beschäftigten und Pensionisten. "Die Menschen, die jeden Tag aufstehen und dieses Land am Laufen halten, werden von dieser Regierung zur Kasse gebeten. Das ist ungerecht, und es macht viele zurecht wütend", so Gewessler.
Trotz ihrer Kritik zeigt sich Gewessler kämpferisch. "In Österreich gibt es so viele großartige Menschen, die mit Mut und Hoffnung nach vorne blicken. Sie verdienen eine Politik, die sie stärkt und nicht enttäuscht." Viele seien von der aktuellen Regierung frustriert. "Aber ich bin überzeugt: Es kann wieder besser werden. Und wir Grüne werden alle mit offenen Armen empfangen, die die Hoffnung auf ein gerechteres Österreich nicht aufgeben."