Österreich hält gut mit

Neue Studie – Klimawende kann (noch) geschafft werden

Laut einem aktuellen Bericht ist die grüne Transformation weltweit im Gange. Österreich liegt im "Fortschritts-Ranking" auf Platz 22.
Bernd Watzka
18.11.2025, 10:37
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Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen ziehen Experten Bilanz - und liefern überraschend positive Nachrichten: Die grüne Wende ist trotz aller Krisen und Rückschläge in vollem Gange. Das zeigt eine neue Studie von Allianz Research. Besonders erfreulich: Österreich zählt zu den Ländern, die schon ein gutes Stück Richtung Klimaneutralität geschafft haben.

Österreich liegt auf gutem Platz

Die Forscher analysierten 69 Staaten anhand von Emissionen, Energieverbrauch und Anteil sauberer Energie. Ergebnis: 15 Länder haben bereits ein Drittel des Weges zur Klimaneutralität zurückgelegt - mit Luxemburg und der Schweiz an der Spitze. Österreich liegt auf Platz 22 im "Fortschritts-Ranking" und auf Platz 23 im internationalen Ländervergleich.

Emissionen sinken, Wirtschaft wächst

Seit 2015 konnte die Alpenrepublik ihre CO2-Emissionen um 14 Prozent senken - bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum (insgesamt 10 Prozent). Die Kohlenstoffintensität der heimischen Wirtschaft schrumpfte um 22 Prozent, der CO2-Anteil am globalen Ausstoß fiel von 0,17 auf 0,13 Prozent. Strom aus erneuerbaren Quellen deckt mittlerweile 86 Prozent des Bedarfs - rund ein Fünftel davon stammt aus Wind- und Sonnenkraft.

Die weltweiten Investitionen in die Energiewende erreichten 2024 einen neuen Rekordwert von umgerechnet 2 Billionen Euro – ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem durchschnittlichen Jahresniveau von 2022/23. Etwa ein Drittel davon floss in erneuerbare Energietechnologien, wodurch die Investitionen in erneuerbare Energien auf 700 Milliarden Euro anstiegen.

Verkehr und Landwirtschaft als Problemfelder

Heimischer Klima-Wermutstropfen: Beim Endkonsum, im Verkehr und in der Landwirtschaft bremst Österreich weiter. "Jetzt braucht es klare politische Entscheidungen", mahnt Katharina Utermöhl von Allianz Research. "Die gute Ausgangslage muss in echte Zielerreichung umgewandelt werden."

China und USA im Mittelfeld

Besorgniserregend bleibt der Blick auf die größten Emittenten: China und die USA, verantwortlich für rund 40 Prozent der weltweiten Emissionen, rangieren nur auf den Plätzen 57 und 58 - ein deutliches Warnsignal. Fakt ist: Klimaschutz ist kein Wunschkonzert - aber wer dranbleibt, kann und wird gewinnen.

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