Nach Maduro-Entführung

"Neue Weltordnung" – Van der Bellen pocht auf starke EU

Nach dem US-Angriff auf Venezuela sieht Bundespräsident Alexander Van der Bellen ein neues Zeitalter eingeläutet.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 16:31
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Samstagnacht schlugen US-Streitkräfte in Venezuela zu. Ziele waren Militärstützpunkte, Flugplätze, Kommunikationsanlagen und Häfen sowie der Staatschef des Landes, Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores. Die beiden wurden gefangen genommen und in die USA gebracht. Dort soll sich Maduro vor Gericht verantworten.

In der Zwischenzeit verkündete US-Präsident Donald Trump, dass die USA Venezuela vorübergehend regieren wollen. Zudem verschärfte seine Regierung den Ton gegenüber Kolumbien sowie Kuba. Auch Trumps Grönland-Annexionspläne wurden wieder hervorgeholt.

"Als handlungsfähige EU behaupten"

Für Österreichs Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen ein Grund zu Sorge. "Wir sind nun in der Realität einer neuen Weltordnung angekommen, in der sich immer mehr die Willkür des Stärkeren durchsetzt", schrieb Van der Bellen in den sozialen Medien. Ihm zufolge müssen Österreich und die Europäische Union nun alles tun, "um internationale Beziehungen auf Basis des Völkerrechts und der Prinzipien der UN-Charta einzufordern".

Gleichzeitig betonte der Bundespräsident, dass "wir uns in dieser neuen Weltordnung nur gemeinsam – als starke, geeinte und handlungsfähige Europäische Union – behaupten können".

Es erinnert an seine Neujahrsansprache, in der Van der Bellen zur Entwicklung eines "Europa-Patriotismus" aufgerufen hatte. Damals sagte der Bundespräsident, dass uns viele Menschen um Europa beneiden würden. Daher sei es wichtig, weiter an die europäische Idee zu glauben.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.01.2026, 16:55, 05.01.2026, 16:31
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