Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen Österreichs – doch viele Betriebe kämpfen mit steigenden Kosten, fehlendem Personal und wirtschaftlichem Druck.
Die Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und Neos hat deshalb schon in den vergangenen Monaten erste Schritte gesetzt, um Österreich als Tourismusstandort maßgeblich zu stärken. Zusätzlich will die Dreierkoalition beim ersten Ministerrat im neuen Jahr weitere Maßnahmen beschließen, um für einen Aufschwung und wirtschaftliche Sicherheit im Tourismus zu sorgen.
Noch bevor der Ministerrat am 7. Jänner über die Bühne geht, erinnert Staatssekretärin Elisabeth Zehetner gegenüber "Heute", dass man in der Vergangenheit schon zahlreiche Maßnahmen verabschiedet hat, und nennt dabei etwa das höhere Saisonkontingente inklusive eines zusätzlichen Westbalkan-Kontingents mit Verlängerungsoption.
Außerdem wurde auch eine rechtssichere Trinkgeld- und Überstundenregelung sowie steuerfreie Sonn- und Feiertagsentgelte beschlossen. Weitere Entlastungen wurden zudem bei den Kosten umgesetzt. So wurde etwa die Senkung der Elektrizitätsabgabe und des Erneuerbarenförderbeitrags beschlossen, die direkt bei Betrieben und Beschäftigten wirkt.
Ergänzend wurden ein 15-Millionen-Euro-Paket für alpine Infrastruktur, Förderungen, für nachhaltige Investitionen, Unterstützung bei Betriebsübergaben, die Einführung einer Tourismusakzeptanz-Messung, eine Mountainbike-Koordinationsstelle sowie die Modernisierung der Tourismusschulen auf den Weg gebracht.
Nun will die Koalition den nächsten Schritt gehen – aktuell werden in der Regierung weitere Maßnahmen abgestimmt, um Wertschöpfung und Beschäftigung im Tourismus nachhaltig zu stärken, wird gegenüber "Heute" erklärt.
"Der Tourismus zeigt auch abseits der klassischen Hauptsaisonen, wie stark Österreich als Urlaubsland ist. Gleichzeitig wissen wir, dass viele Betriebe trotz guter Auslastung wirtschaftlich unter Druck stehen", so Elisabeth Zehetner zu "Heute".
"Genau deshalb haben wir bereits gezielt Maßnahmen gesetzt – von Saisonkontingenten über Klarstellungen beim Trinkgeld bis zu niedrigeren Energiekosten. Derzeit werden innerhalb der Koalition weitere Maßnahmen abgestimmt, um den Tourismusstandort nachhaltig zu stärken", führt die Staatssekretärin weiter aus.