Nach Landes-Kürzungen

Bund macht Geld für Antidiskriminierungsstelle locker

Die Antidiskriminierungsstelle stand in der Steiermark vor dem Aus. Nun sprangen die Stadt Graz, die Grazer SPÖ und der Bund in die Bresche.
Newsdesk Heute
05.01.2026, 11:38
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Noch im vergangenen Jahr war die Zukunft der steirischen Antidiskriminierungsstelle ungewiss. Grund dafür war, dass die steirische Landesregierung die Förderungen massiv gekürzt hatte. Nun konnte durch Zahlungen der Stadt Graz, der Grazer SPÖ und des Sozialministeriums der Fortbestand bis 2027 gesichert werden.

Demnach kamen 85.000 Euro von der Stadt, 80.000 Euro von der SPÖ Graz und 490.000 Euro vom Sozialministerium. Das Geld soll in "community-orientierte Präventionsarbeit gegen Extremismus, Diskriminierung und Hass" gesteckt werden.

Diese Gruppen sollen davon profitieren

Laut dem Sozialministerium waren insbesondere Hate-Crime-Razzien, die ihren Ausgangspunkt in der Steiermark nahmen, Anlass für das Einschreiten des Bundes. Die damaligen Verbrechen hätten den Hass und die Gewalt gegen die LGBTIQ+-Community sichtbar gemacht, hieß es in einer Aussendung.

Das nunmehrige Projekt "Fight Hate" soll in Kooperation mit dem Verein RosaLila PantherInnen und weiteren Partnerorganisationen erfolgen. Im Fokus stehen unter anderem Workshops zu Themen wie der Erkennung von Extremismus, Radikalisierungstendenzen und manipulativen Narrativen, dem Umgang mit Hate Speech und Hate Crimes, digitale Medienkompetenz und Zivilcourage sowie Stärkung der demokratischen Teilhabe und Selbstschutz und kollektive Resilienz.

Stärken soll dies gesellschaftlich benachteiligte Gruppen in Österreich. Darunter befinden sich Personen mit Migrationsgeschichte, Angehörige muslimischer und jüdischer Gemeinschaften, LGBTIQ+-Personen, Menschen mit Behinderungen, Senioren und Obdachlose.

Ministerium nimmt Land in Verantwortung

Angesichts der Rettung der Antidiskriminierungsstelle zeigte sich Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) zufrieden. Ihr zufolge brauche es gerade "in Zeiten zunehmender Polarisierung" eine starke und verlässliche Antidiskriminierungsarbeit. Denn: "Hass, Diskriminierung und Extremismus gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt und untergraben die demokratischen Grundlagen unseres Zusammenlebens."

Mit der Förderung des Projekts "Fight Hate" sei es dem Sozialministerium gelungen, die Weiterführung der Antidiskriminierungsstelle in der Steiermark zu sichern. Gleichzeitig investiere man gezielt "in Prävention, Aufklärung und den Schutz der Menschenwürde".

Seitens des Ressorts stellte man klar, dass man zwar den Betrieb bis Ende 2027 sichern konnte und somit Kündigungen verhindert hätte, aber die Verantwortung für die dauerhafte finanzielle Absicherung der Antidiskriminierungsstelle nach wie vor bei der Landesregierung liege.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.01.2026, 12:30, 05.01.2026, 11:38
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