Schloss Kremsegg

Neuer Besitzer – das passiert jetzt mit dem Barockjuwel

Ein Jahr lang wurde für das über dem Kremstal gelegene Schloss Kremsegg ein neuer Besitzer gesucht.
Heute Life
03.02.2026, 11:43
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Das barocke Schloss Kremsegg, das zuletzt auch über die Onlineplattform willhaben für Aufsehen gesorgt hatte, ist verkauft. Mit der Vermarktung war der Wiener Schlossmakler Siegbert Sappert im Auftrag der Hendrich Real Estate GmbH betraut. Ziel war es von Beginn an, einen Käufer zu finden, der nicht nur investiert, sondern auch einen nachhaltigen Mehrwert für die oberösterreichische Gemeinde Kremsmünster schafft. Dieses Ziel scheint nun erreicht.

Der bisherige Eigentümer Dr. Christian Janda hat sich mit der deutsch-österreichischen Gomde-Stiftung für tibetisch-buddhistische Studien und Meditation auf den Erwerb der historischen Liegenschaft geeinigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Spiritualität im historischen Rahmen

Die Gomde-Stiftung ist in Oberösterreich keine Unbekannte: Seit vielen Jahren betreibt sie im nahegelegenen Scharnstein ein internationales Zentrum und steht unter der geistigen Schirmherrschaft des weltweit renommierten tibetisch-buddhistischen Lehrers Chökyi Nyima Rinpoche. Schloss Kremsegg soll künftig jedoch weit über ein reines Meditationszentrum hinausgehen.

Geplant ist die Errichtung einer privaten Hochschule sowie eines Kultur- und Bildungszentrums. Das historische Anwesen soll wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden und an seine jahrhundertealte Tradition als Ort von Kunst, Kultur, Bildung und geistigem Austausch anknüpfen.

„Das Schloss soll ein Ort liebevoller Weisheit sein, an dem sich Menschen aller Religionen und Hintergründe treffen, austauschen und weiterbilden.“

"Das Schloss soll ein Ort liebevoller Weisheit sein, an dem sich Menschen aller Religionen und Hintergründe treffen, austauschen und weiterbilden", erklärt Chökyi Nyima Rinpoche. Besonders wichtig sei der behutsame Umgang mit der historischen Substanz: "Die Wertschätzung von Antiquitäten ist gelebte Nachhaltigkeit."

Wiedereröffnung im Sommer 2026

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist die enge Zusammenarbeit mit dem Stift Kremsmünster, das auf eine jahrhundertelange Tradition in Bildung und Spiritualität zurückblickt, sowie die aktive Einbindung der Gemeinde und der Öffentlichkeit. "Damit soll der gewachsene Dreiklang von Schloss, Gemeinde und Stift neu belebt werden", erklärt Projektsprecherin Birgit Meiche.

Die Wiedereröffnung von Schloss Kremsegg ist für den Sommer 2026 geplant. Bis dahin soll das Barockjuwel behutsam weiterentwickelt werden – mit dem Ziel, ein offenes Haus für Bildung, Kultur und Dialog zu werden.

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