Kritik an Ausnahmen

Neuer Bonus sorgt für Wirbel, bevor er gestartet ist

Der Reparaturbonus ist Geschichte, ab Dezember gibt es die "Geräte-Retter-Prämie". Außer eines neuen Namens gibt es viele Fragezeichen – und Ärger.
Team Wirtschaft
18.10.2025, 19:08
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Ende Mai hatte die Regierung den beliebten Reparaturbonus auf Eis gelegt – seither wurde gespannt auf ein Comeback gewartet. Jetzt ist es fix: Ab Anfang Dezember gibt es die Förderaktion wieder – wenn auch unter neuen Namen.

Die "Geräte-Retter-Prämie" kommt außerdem mit einigen Abstrichen daher. Im Vergleich zur bisherigen Regelung ist der Zuschuss nun deutlich eingeschränkt.

Fahrräder und Handys sind künftig raus, ebenso "Luxus- und Wellnessgeräte wie Fußsprudelbäder und Massagesessel oder auch Unterhaltungsgeräte wie Karaokeanlagen", teilte das Umweltministerium mit. Damit dürfte auch die heiß diskutierte Förderung von Vibratoren endgültig Geschichte sein.

Das Ministerium begründet die Änderungen so: "Um die Prämie langfristig und ohne Unterbrechungen anbieten zu können, wurden nach dem Auslaufen des Reparaturbonus neue Kriterien erarbeitet und die Gerätekategorien gezielt auf den Haushalt ausgerichtet."

Welche Details und Förderhöhen künftig genau gelten, entscheidet eine Kommission in den kommenden Wochen. Bisher übernahm der Staat die Hälfte der Reparaturkosten, maximal jedoch 200 Euro pro Gerät.

Vor allem sorgt der Wegfall mancher Lieblingsgeräte bei der Förderung für Ärger. In den Kommentarspalten häufen sich wütende Stimmen wie: "Bei den Fahrrädern da sparen sie wiedermal, das, was der kleine Mann/Frau/Kind täglich braucht." Ein anderer User schreibt: "Hab 2 E-Scooter zu reparieren und mir wurde gesagt mit der nächsten Tranche klappt es dann. Das wird wohl nix…" (Rechtschreibung übernommen/d. Red)

Seit der Einführung im Jahr 2022 – damals noch unter Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) – wurde der Bonus rund 1,7 Millionen Mal eingelöst, besonders häufig für Smartphones, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Kaffeemaschinen. Für das kommende Jahr hat die Regierung bereits 30 Millionen Euro für die "Geräte-Retter-Prämie" im Budget reserviert.

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