Er war einer der größten Liedermacher Österreichs: Der 2007 an Lungenkrebs verstorbene Sänger Georg Danzer hätte am 7. Oktober seinen 80. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass veröffentlichte Sony Music mit "Jahreszeiten" nun ein neues Best-of--Album, das durch sämtliche Phasen seines musikalischen Schaffens führt.
Zusammengestellt wurde es von Franz Christian Schwarz, langjähriger Wegbegleiter und Manager des Musikers. Die vier Jahreszeiten sollen die große Bandbreite von Danzers Werk widerspiegeln. Das Cover besteht aus vier Porträts, gemalt von Nina Maron, Tochter des 2016 verstorbenen Liedermachers Sigi Maron.
Mehr als 500 veröffentlichte Lieder für sich selbst und andere Künstler machten den Austropop-Star zu einem der produktivsten Liederschreiber des Landes. Auf "Jahreszeiten" sind neben Klassikern auch weniger bekannte Stücke zu hören. Auf der Doppel-LP findet sich mit "Cowboy" sogar ein bisher unveröffentlichter Titel.
Auch musikalisch folgt die Platte dem Lauf eines Jahres. Der Frühling steht für witzige, hoffnungsvolle und gefühlvolle Songs wie "Des is mei Frau" und "Sex-Appeal". Auf der Sommer-Seite wird es leichter und ausgelassener. Dort befinden sich u.a. der "Strandbrunzer-Tango" und der größte Danzer-Hit: "Jö schau".
Im Herbst wird der Ton nachdenklicher mit "Ruaf mi net an", "Die Freiheit" oder "Der Mensch braucht a bisserl a Ansprach". Der Winter gehört den Erinnerungen mit Liedern wie "Nur a klane Bua im Winter", "Janosch" und einem Unplugged-Medley aus "Des kann do no ned ollas gwesen sein" und "Und der Himmel kommt unter die Räder" mit Ulli Bäer und Dieter Kolbeck.
Anlässlich seines 80. Geburtstages erzählt auch die neue ORF-Doku "Schurli – Der Liedermacher & Poet Danzer" (5. Oktober, 22.30 Uhr, ORF2) das Leben des Sängers aus seiner Musik heraus. Gezeigt werden seltene Archivaufnahmen, Erinnerungen von Weggefährten und Familie und bislang unveröffentlichten Notizen. Der Film bietet einen persönlichen Blick auf "Schurli Danzer", auf Wien und das Wienerische.
Am 8. Oktober läuft dann auf ORFIII (21.55 Uhr) die Doku "Nur a klana Bua im Winter – Georg Danzer. Darin interpretieren Musiker wie Konstantin Wecker und Norbert Schneider seine Lieder. Thomas Stipsits führt durch die Sendung, die auch Danzers Jugend und Schulzeit beleuchtet.
Am 7. Oktober wird in Wien außerdem eine Gedenktafel für den zu früh verstorbenen Künstler enthüllt. Diese soll in dem Haus am Gaudenzdorfer Gürtel in Wien hängen, in dem Danzer aufgewachsen ist und dem er später ein Lied widmete.
Am Abend wird dann in George’s Bar, im Erdgeschoss des Hauses, weitergefeiert. Mit dabei ist u.a. sein langjähriger Manager Franz Schwarz.