Nach seinem Rücktritt 2021 wurde Ex-Kanzler Sebastian Kurz erst Berater bei Peter Thiel, kurz darauf selbst zum Investor und Unternehmer. Gemeinsam mit Shalev Hulio, dem Gründer eines israelischen Technologieunternehmens, und KI-Experten Gil Dolev zog er 2023 die Cybersecurity-Firma "DREAM" auf.
Kaum zwei Jahre später wies dieses schon eine Milliardenbewertung auf und beschäftigt mittlerweile 250 Mitarbeiter in drei Staaten. Der Fokus liegt dabei auf staatlichen Akteuren und kritischer Infrastruktur.
Am Donnerstag wurde nun eine weitere Finanzierungsrunde über 260 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Größte Investoren sind die Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11. Damit steigt die Unternehmensbewertung dreieinhalb Jahre nach der Gründung auf drei Milliarden US-Dollar. Mit dem frischen Geld soll die globale Expansion weiter vorangetrieben werden.
Auch DREAM profitiert dabei vom KI-Hype. Diese kommt im staatlichen Sektor immer mehr zur Anwendung, was allerdings die Gefahr birgt, zentrale Prozesse nicht mehr ausführen zu können, wenn der Zugang zu einem bestimmten Modell plötzlich eingeschränkt wird. Staaten müssen daher sowohl ihre Daten als auch die gesamte KI-Infrastruktur besitzen, betreiben und kontrollieren – genau hier will DREAM mit den Diensten "Atlas", "Sphere" und "Hero" ins Spiel kommen.
"Wir sind noch ein junges Unternehmen, aber wir sind sehr dankbar, dass sich alles in die richtige Richtung entwickelt und wir schnell wachsen. Wir arbeiten weiter hart daran, dass es sich auch in den nächsten Jahren weiter so positiv entwickelt", sagt Co-Founder und Präsident Sebastian Kurz.
"Die entscheidende Frage für Staaten ist nicht mehr, ob sie Künstliche Intelligenz einsetzen werden, sondern ob sie diese auch besitzen, betreiben und vollständig kontrollieren. Andernfalls begeben sie sich in eine kritische Abhängigkeit von anderen Staaten, wie beispielsweise China oder den USA."