Im Ringen um die zu Dänemark gehörende Arktis-Insel beabsichtigt US-Präsident Donald Trump, nicht aufzugeben. Er möchte Grönland – aus "strategischen Gründen" – unbedingt unter die Kontrolle der USA bringen. Auch eine militärische Invasion hatte der US-Präsident nicht ausgeschlossen. Doch wie steht es bei der US-Bevölkerung?
Diese scheint laut einer Umfrage von Reuters/Ipsos nicht viel von den Plänen ihres Staatschefs zu halten. Demnach seien nur 17 Prozent der amerikanischen Bevölkerung für einen Anschluss der 56.000-Einwohner-Insel.
Auch unter den Republikanern beträgt die Zustimmung nur mehr 40 Prozent. Besonders stark ist die Ablehnung einer militärischen Annexion. Hier sind 96 Prozent der US-Bürger dagegen. Unter den Unterstützern von Trumps Partei sind lediglich acht Prozent für einen militärischen Schlag.
Auch ein Kauf der Insel sei für 47 Prozent keine Option, während 35 Prozent unentschieden dazu stehen. Für einen Kauf sind 18 Prozent offen.
Die Daten wurden kurz nach einem Treffen zwischen US-Vizepräsident JD Vance, US-Außenminister Marco Rubio, Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt und dem dänischen Chefdiplomaten Lars Rasmussen.
Der Grönland-Gipfel in Washington ging ohne Ergebnis zu Ende. Es war von unüberbrückbaren Differenzen die Rede. Bei der grönländischen Außenministerin hat das Treffen sichtliche Spuren hinterlassen.
Im Gespräch mit Journalisten vom grönländischen Rundfunk KNR kamen ihr die Tränen. "Die letzten Tage waren hart", sagte sie mit der Hand auf dem Herzen. Die Belastung sei enorm gewesen. "Wir haben uns vorbereitet, und der Druck wurde immer stärker. Wir tun alles, damit wir in Grönland sicher leben können."