Was sich im November 2025 hinter den Mauern der Justizanstalt Garsten abgespielt hat, sorgt am Dienstagmorgen vor Gericht für Aufsehen. Der 19-jährige Doppelmörder aus Wien muss sich wegen Gewalteskalationen hinter Gittern jetzt am Landesgericht Steyr verantworten.
Als 16-Jähriger hatte Mathias K. im Spätsommer 2023 des nachts wahllos auf Obdachlose eingestochen. Zwei Männer (56, 55) verbluteten an schweren Stichverletzungen, eine 51-Jährige überlebte zehn Tage nach der ersten Tat am Wiener Praterstern eine Messer-Attacke schwer verletzt. Monatelang wurde ein "Phantom" gesucht, dann konnten Überwachungsvideos den Teenager überführen – er meldete sich auf einer Polizeiinspektion und gestand.
Vor Gericht sprach der Schulabbrecher damals von einer "unbändigen Lust zu töten". Dafür fasste er 13 Jahre Haft aus. Nach den mutmaßlichen Morden soll er im September 2023 sogar seine eigene Mutter ins Spital geprügelt haben. Immer wieder schlug und trat er der Frau ins Gesicht, brach ihr angeblich mehrere Rippen – wir berichteten hier.
Nun werden dem offenbar schwer gestörten Burschen, der zwei Menschen auf dem Gewissen hat, brutale Angriffe auf Mithäftlinge vorgeworfen – wir berichteten.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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In der Justizanstalt Garsten, wo Täter im Maßnahmenvollzug untergebracht sind, eskalierte laut "Krone" ein Streit zwischen ihm und einem Mitinsassen völlig. Dabei handelt es sich um den verurteilten Frauenmörder Philipp K. – der Wiener hatte 2011 seine Freundin, eine Studentin, in Hietzing mit hunderten Stichen getötet, zerstückelt und im Hausmüll entsorgt, wurde einstimmig zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der 19-Jährige sei bei einem Besuch in der Zelle des Stückelmörders im Tablettenrausch plötzlich ausgerastet. Das Opfer gab an, "30-40 Schläge gegen den Hinterkopf" kassiert zu haben. Auch eine Brille ging zu Bruch.
Doch das war offenbar nicht der einzige Vorfall: Bereits Wochen zuvor soll der junge Häftling einen anderen Schwerverbrecher schwer verletzt haben. Dieser erlitt einen offenen Nasenbeinbruch. Neben der laufenden Haft drohen ihm nun bis zu fünf weitere Jahre Gefängnis. Ein Urteil steht noch aus. Die Unschuldsvermutung gilt.