Es gibt klare Regeln

Oben ohne ins Freibad: Das ist wirklich erlaubt

Bikini-Oberteil aus oder an? In den städtischen Bädern ist "oben ohne" erlaubt – doch es gibt wichtige Regeln.
Heute Life
20.07.2026, 15:07
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Sommer, Sonne, Freibad – und die Frage, die jedes Jahr aufs Neue für Diskussionen sorgt: Dürfen Frauen im Schwimmbad eigentlich oben ohne baden? Die Antwort ist klarer, als viele denken.

Oben ohne ist erlaubt

"Oben ohne ist nicht verboten. Auch in den Hallenbädern nicht, es wird jedoch in der Regel nicht praktiziert", erklärt Martin Kotinsky, Pressesprecher der städtischen Bäder in Wien, gegenüber "Heute".

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„Oben ohne ist nicht verboten. Auch in den Hallenbädern nicht.“

Damit ist klar: Ein generelles Verbot, das Bikini-Oberteil wegzulassen, gibt es in den städtischen Bädern von Wien nicht. Wer sich also im Freibad oben ohne sonnen oder ins Wasser gehen möchte, verstößt grundsätzlich gegen keine Regel.

Badebekleidung muss aus Badestoff sein

Wer seinen Oberkörper beim Schwimmen bedecken möchte, muss allerdings auf das richtige Material achten. Erlaubt ist ausschließlich ein Oberteil aus Badestoff – diese Materialvorschrift gilt auch für Burkinis.

Baumwolle ist im Schwimmbecken hingegen nicht erlaubt. Der Grund: Das Material kann Wasser aufnehmen und hygienische sowie technische Probleme verursachen.

Heikle Regeln

Ob Bikini, Badeanzug, Burkini oder oben ohne: Ein eindeutiges Gesetz, das ein Bikini-Oberteil vorschreibt oder Burkinis verbietet, gibt es nicht. Beide Varianten sind somit in öffentlichen Schwimmbädern oder Naturbädern grundsätzlich gestattet. Derartige Regeln können lediglich von den jeweiligen Betreibern der Badeanstalten festgelegt werden.

Wie heikel dies jedoch sein kann, zeigt ein aktueller Fall aus Salzburg: Das Landesverwaltungsgericht Salzburg wertete das Verbot eines Burkinis in einem Hotelpool als diskriminierend. Zwei muslimische Frauen waren wegen ihrer Badebekleidung vom Pool ausgeschlossen worden. Das Gericht sah dafür keine sachliche Rechtfertigung – unter anderem, weil Burkinis aus denselben Materialien wie andere Badebekleidung bestehen. Die Betreiberin wurde wegen Diskriminierung bestraft.

{title && {title} } red, {title && {title} } 20.07.2026, 15:07