ÖFB-Boss Windtner kritisiert Rapid für Skandal-Plakat

Leo Windtner (l.), Christoph Peschek
Leo Windtner (l.), Christoph Peschekgepa-pictures.com
Rapid entschuldigte sich für ein sexistisches Fan-Plakat, doch der Ruf nach Konsequenzen wird lauter. Auch ÖFB-Boss Leo Windtner schaltet sich ein.

Jenes sexistische Transparent, das am Sonntag rund drei Stunden lang im Rapid-Stadion hängen durfte, sorgt weiter für Aufregung. Das Ethikkomitee der Österreichischen Bundesliga leitete ein Verfahren ein, Sponsor Allianz und Frauen-Organisationen übten heftige Kritik. Auch "Heute"-Kolumnist Peter Pacult machte sich seine Gedanken ("Pescheks Demokratie-Verständnis ist zu hinterfragen").

Der Klub selbst entschuldigte sich erst mit einem Tag Verspätung per Aussendung. Unmittelbar nach dem Match hatte Geschäftsführer Christoph Peschek noch argumentiert, dass es "keinen Skandal" gibt, da keine strafrechtlich relevanten Inhalte transportiert wurden. Eine Fehleinschätzung, wie er gegenüber "Heute" eingestand.   

Rapid-Präsident Martin Bruckner, der während der Partie nicht im Stadion, sondern auf Urlaub war, meinte auf "Heute"-Nachfrage: "Sexistische Transparente haben in unserem Stadion nichts verloren und daher wurde das besagte Spruchband auch abgenommen."

Ruf nach Konsequenzen

Am Dienstag schaltete sich auch der ÖFB in die Diskussion ein – und zwar in Form von Präsident Leo Windtner. "Sexistische und frauenfeindliche Parolen, wie sie zuletzt im Stadion des SK Rapid angebracht wurden, sind mit aller Entschiedenheit zu verurteilen, zumal sie die Grundregel des Respekts im Fußball und auch in unserer Gesellschaft klar verletzen", stellte er klar. "Ebenso konterkarieren sie die umfassenden Bemühungen und Förderungen für den Frauen- und Mädchen-Fußball in Österreich."

Der ÖFB-Boss fordert zudem Konsequenzen. "Ich gehe davon aus, dass die Bundesliga eine entsprechende Reaktion setzen wird."

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