Österreich landet bei einem neuen Camping-Ranking ganz oben.
Der Falkensteiner Camping Grubhof in St. Martin bei Lofer im Salzburger Land war 2026 der am häufigsten aufgerufene Platz auf dem Reise- und Buchungsportal camping.info.
Für die Auswertung wurden die Seitenaufrufe zwischen Jänner und September untersucht. Das Portal führt nach eigenen Angaben mehr als 23.000 Campingplätze in 44 Ländern. Das Ergebnis zeigt somit, welche Einträge die Nutzer besonders häufig angesehen haben.
Das Ranking ist allerdings keine Bewertung der Qualität und auch keine repräsentative Abstimmung unter allen europäischen Campern.
Hinter dem Salzburger Spitzenreiter folgt das Vidor Family & Wellness Resort im italienischen Trentino. Den dritten Rang holt mit dem Camp MondSeeLand in Tiefgraben bei Mondsee bereits der nächste (ober)österreichische Betrieb.
Auch auf den weiteren Plätzen ist Österreich stark vertreten. Das Ferienparadies Natterer See erreicht Rang vier, Berau am Wolfgangsee landet auf Platz sechs. Camping Sonnenland Lutzmannsburg im Burgenland schafft es auf den neunten Platz.
Damit kommen fünf der zehn am häufigsten betrachteten Campingplätze aus Österreich. Deutschland stellt drei Betriebe, Italien ist mit zwei Plätzen vertreten.
Die große Nachfrage bedeutet allerdings nicht, dass Camping in Österreich besonders billig ist. Nach dem Preisvergleich von camping.info kostet eine Übernachtung hierzulande im Durchschnitt rund 40 Euro.
Berechnet wurde dabei eine Nacht für zwei Personen mit Caravan, Strom und Ortstaxe. In Deutschland werden für dieselbe Zusammenstellung rund 30 Euro angegeben.
Noch etwas höher liegt Kroatien mit durchschnittlich 41 Euro. Damit ist das Land laut der Auswertung das teuerste untersuchte Campingziel. Auch in Italien und der Schweiz kostet eine entsprechende Übernachtung mehr als 40 Euro.
Besonders günstig ist Camping demnach in Albanien. Dort werden durchschnittlich 14 Euro pro Nacht fällig. Weniger als 20 Euro zahlen Reisende laut Portal auch in der Türkei, Nordmazedonien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien und Polen.
Die Werte bieten allerdings nur eine grobe Orientierung. Der tatsächliche Preis hängt unter anderem von Reisezeit, Region, Ausstattung, Stellplatz, Aufenthaltsdauer und zusätzlichen Gebühren ab. Gerade in der Hauptsaison können einzelne Plätze deutlich teurer sein.
Neben der Analyse der Seitenaufrufe betreibt camping.info auch ein eigenes Bewertungsranking. Beim camping.info Award 2026 wurden 110 Campingplätze ausgezeichnet.
Dafür wurden nach Angaben des Portals mehr als 120.000 Bewertungen von über 62.000 Campern berücksichtigt. Eine Jury oder redaktionelle Auswahl habe es nicht gegeben.
"Erfahrungsberichte von anderen Campern geben eine authentische Orientierung bei der Auswahl des passenden Campingplatzes. Gerade bei der Vielzahl an Angeboten helfen echte Bewertungen dabei, die eigenen Urlaubswünsche mit dem passenden Platz abzugleichen", sagt camping.info-Geschäftsführer Maximilian Möhrle.
Mehrere häufig aufgerufene Plätze finden sich auch unter den Award-Gewinnern. Dazu gehören der Falkensteiner Camping Grubhof, das Camp MondSeeLand, das Insel-Camp Fehmarn und Rosenfelder Strand Ostsee Camping.
Trotzdem beantworten die beiden Ranglisten unterschiedliche Fragen: Die neue Top-100-Auswertung zeigt, welche Platzseiten besonders oft angesehen wurden. Der Award richtet sich dagegen nach den abgegebenen Bewertungen.
Für Österreich fällt das Ergebnis dennoch deutlich aus. Der meistgesuchte Campingplatz des Portals liegt im Salzburger Land, ein weiterer heimischer Betrieb schafft es auf Platz drei. Wer dort übernachten möchte, sollte angesichts der hohen Aufmerksamkeit allerdings besser frühzeitig prüfen, ob noch ein Stellplatz verfügbar ist.