Ein Löwenrudel, ein ausgetrocknetes Flussbett und eine gehörige Portion Glück: Mit genau dieser Mischung hat die Niederösterreicherin Barbara Seiberl-Stark den Sprung ins Finale der "Comedy Wildlife Photography Awards 2026" geschafft.
Ihr Bild trägt den passenden Titel "Push Over!" – und zeigt junge Löwen, die im Flussbett von Ruckomechi in Simbabwe offenbar mehr mit Herumtollen als mit der Jagd beschäftigt sind.
Seiberl-Stark war heuer im Juni erstmals auf Safari in Simbabwe. Bei einem frühen Game Drive entdeckte sie das Rudel direkt vor dem Kavinga-Camp. Die aufgehende Sonne tauchte die Szenerie in warmes Licht – und die Löwen lieferten dazu die perfekte Show.
Gleich sieben Jungtiere tummelten sich vor der Kamera. Für die Fotografin aus St. Pölten war damit nicht nur der Moment besonders, sondern auch die Auswahl des richtigen Bildausschnitts eine Herausforderung.
"Push Over!" erwies sich schließlich als ihr persönlicher Favorit. Ein Löwe scheint dabei einen Artgenossen buchstäblich aus dem Gleichgewicht zu bringen – eine Szene, die den Humor des internationalen Fotowettbewerbs perfekt trifft.
Wie groß die Konkurrenz ist, zeigt die Zahl der Einsendungen: Mehr als 10.000 Fotos aus 112 Ländern wurden heuer eingereicht – so viele wie noch nie.
Aus dieser Masse wurden 40 Einzelfotos, drei U16-Bilder, vier Portfolios und neun Videos für das Finale ausgewählt. Neben Seiberl-Starks Löwen-Schnappschuss finden sich unter den Finalisten unter anderem ein Kaiman mit Elvis-Perücke, ein Leopard beim Handstand und ein Weißkopfseeadler im Posier-Modus.
Hinter dem kuriosen Wettbewerb steckt allerdings ein durchaus ernster Gedanke. Die 2015 gegründeten Comedy Wildlife Photography Awards wollen mit Humor Aufmerksamkeit für bedrohte Tiere und deren Lebensräume schaffen.
Heuer arbeitet der Wettbewerb mit der Born Free Foundation zusammen, die sich für die Rettung und den Schutz wild lebender Tiere sowie deren Lebensräume einsetzt.
Der Gesamtsieger und die weiteren Gewinner werden am 8. Dezember 2026 in London bekannt gegeben. Für die österreichische Finalistin heißt es bis dahin: Daumen drücken – und hoffen, dass ihr tierischer "Push" am Ende ganz oben landet.