Die Suche nach der mutmaßlichen Raubkatze nahe dem Münchner Flughafen ist in der Nacht ohne Ergebnis geblieben. Auch eine Wärmebildkamera konnte keinen Hinweis auf das Tier liefern.
Bereits am Mittwoch hatten die Einsatzkräfte das Naturschutzgebiet im Landkreis Erding großräumig durchsucht. Hubschrauber, Drohnen und Polizeistreifen am Boden waren im Einsatz.
Mit Einbruch der Dunkelheit wurde die Suche am Boden gegen 19 Uhr zunächst beendet. In der Nacht ging die Suche aus der Luft weiter. Dabei kam Wärmebildtechnik zum Einsatz. Eine neue Spur des möglicherweise gesichteten Tieres wurde jedoch nicht entdeckt.
Noch ist zudem völlig offen, welches Tier tatsächlich gesichtet wurde. Das Landratsamt betont, dass ein Puma bislang nicht eindeutig bestätigt werden konnte. Die Behörden analysieren weiterhin die vorhandenen Aufnahmen. Auch die Herkunft des Tieres ist derzeit unbekannt.
Auslöser des Großeinsatzes war die Meldung eines Jägers in der Nacht auf Mittwoch. Er hatte im Notzinger Moos ein verdächtiges Tier beobachtet. Experten konnten anhand der Bilder einen Puma nicht ausschließen.
Das Landratsamt Erding hat die Bevölkerung zur Vorsicht aufgerufen. Wer das Tier sieht oder Hinweise zu seinem Aufenthaltsort hat, soll sofort die Polizei in Erding verständigen. Die Behörden raten außerdem dazu, Hunde derzeit nicht frei laufen zu lassen. Auch kleine Kinder sollten vorsichtshalber nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen.
Pumas sind eigentlich in Nord- und Südamerika zu Hause. Die großen Raubkatzen gelten als scheu und gehen Menschen normalerweise aus dem Weg. Begegnungen sind selten – kommt es jedoch zu einem Angriff, kann dieser lebensgefährlich sein.
Ausgewachsene Männchen können bis zu 75 Kilogramm wiegen und rund 1,50 Meter lang werden. Weibchen bringen bis zu 48 Kilogramm auf die Waage und erreichen eine Länge von etwa 1,30 Metern. Auch optisch sind Pumas wandelbar: Ihr Fell kann je nach Region gelbbraun, rötlich-braun oder silbergrau sein. Letztere Färbung brachte ihnen auch den Namen "Silberlöwe" ein.