Ein schwerer E-Scooter-Unfall beschäftigt derzeit die Polizei in Tulln: Ein erst 18-jähriger Wiener soll mit unglaublichen 115 km/h unterwegs gewesen sein, ehe er gegen ein massives Stahltor krachte. Laut "Heute"-Infos war der junge Mann nach derzeitigem Ermittlungsstand ohne Helm unterwegs.
Der folgenschwere Unfall ereignete sich am Samstag, 26. September, gegen 20.10 Uhr. Der 18-Jährige aus dem 21. Wiener Gemeindebezirk war laut Landespolizeidirektion Niederösterreich mit einem E-Scooter im Bereich der Donaulände und des Donauhafens in Tulln unterwegs.
Aufgrund der spärlichen Beleuchtung seines E-Scooters dürfte der Wiener ein massives, zweiflügeliges Stahltor übersehen haben. Mit enormer Wucht prallte der 18-Jährige dagegen.
Der Zusammenstoß war derart heftig, dass laut Polizei sogar eine Verankerung aus Metall abgerissen wurde. Der junge Mann kam kurz hinter dem Tor schwer verletzt zu liegen, war nach dem Unfall aber noch ansprechbar.
Die alarmierten Rettungskräfte stellten bei der Erstversorgung schwere Verletzungen fest. Der Notarzt versetzte den 18-Jährigen noch an der Unfallstelle in künstlichen Tiefschlaf.
Anschließend wurde der Schwerverletzte mit dem Rettungshubschrauber Christophorus 2 in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen.
Bei den Ermittlungen stießen die Polizisten auf ein entscheidendes Detail: Der 18-Jährige hatte seine Fahrt mit einer GoPro-Kamera aufgezeichnet. Wo die Kamera exakt montiert gewesen war, war zunächst unklar.
Die Aufnahmen ermöglichten den Beamten allerdings Rückschlüsse auf die Geschwindigkeit unmittelbar vor dem folgenschweren Zusammenstoß. Laut Polizei dürfte der E-Scooter kurz vor dem Aufprall mit rund 115 km/h unterwegs gewesen sein.
Nach "Heute"-Infos gehen die Ermittler derzeit zudem davon aus, dass der 18-Jährige keinen Helm getragen hatte. Die weiteren Ermittlungen zum genauen Unfallhergang laufen.