Der Japanische Staudenknöterich macht sich entlang des Laabenbachs breit. Jetzt rücken ihm zwei Ziegen auf die Blätter: Seit vier Wochen grasen die Tiere in eingezäunten Bereichen und fressen sich durch die invasiven Pflanzen. "Und die Ziegen futtern flott!", freut sich Michael Zink von den Grünen Altlengbach (Bezirk St. Pölten-Land) im "Heute"-Gespräch.
Die Idee stammt von Judith Aschenbrenner, "Grünen"-Gemeinderätin in Altlengbach und Mitglied des Große Tulln Wasserverbands. Sie wollte ausprobieren, ob Ziegen bei der Bekämpfung des invasiven Knöterichs helfen können. Michael Wochner, Landwirt und ebenfalls im Wasserverband, stellte dafür seine Tiere zur Verfügung.
Nach einem ersten Versuch in Brand-Laaben läuft das Projekt nun auch nahe der Mittelschule Laabental. Dort versorgen Schüler und Lehrkräfte die Ziegen mit Wasser und kontrollieren das Gehege. Laut Zink wandert die eingezäunte Weidefläche entlang des Laabenbachs von einer Gemeinde zur nächsten.
Der Knöterich verdränge andere Pflanzen und könne auch die Uferböschung destabilisieren, erklärt Aschenbrenner. Besonders gern fressen die Ziegen laut Wochner junge Triebe.
Ob die Beweidung die Ausbreitung dauerhaft bremsen kann, soll der Versuch zeigen. Bewährt sich die Methode, will der Wasserverband sie weiter einsetzen und dadurch aufwendige und kostspielige Mäharbeiten einschränken.