In Niederösterreich beginnt nun die große Arten-Suche: Vier bedeutende Schutzgebiete nehmen derzeit Fledermäuse und Laufkäfer genauer unter die Lupe. Dabei hoffen die Forscher auch auf bisher unbekannte oder besonders seltene Nachweise.
Beim Projekt "BiKoS – Biodiversität, Kooperation und Synergien in den NÖ Großschutzgebieten" arbeiten der Nationalpark Donau-Auen, der Nationalpark Thayatal, das Wildnisgebiet Dürrenstein-Lassingtal und der Biosphärenpark Wienerwald zusammen.
Ziel ist es, Forschungsergebnisse und Erfahrungen künftig noch stärker miteinander zu teilen. Gleichzeitig sollen die gleichen Methoden in allen vier Gebieten eingesetzt werden. So können die Ergebnisse erstmals besonders gut miteinander verglichen werden.
Im Mittelpunkt stehen diesmal Fledermäuse und Laufkäfer. Beide Tiergruppen gelten für Forscher als wichtige Hinweise darauf, wie gut es einem Lebensraum geht.
Fledermäuse stellen je nach Art sehr unterschiedliche Ansprüche an Wälder, Quartiere und Jagdgebiete. Laufkäfer reagieren wiederum empfindlich auf Veränderungen bei Vegetation, Boden und anderen Standortbedingungen. Auch gefährdete und streng geschützte Arten sollen bei den Kartierungen erfasst werden.
Spannend ist vor allem der direkte Vergleich: Welche Arten leben in mehreren Schutzgebieten? Welche Tiere kommen nur in ganz bestimmten Lebensräumen vor? Und wo finden sich besonders artenreiche Gebiete? Die vier Schutzgebiete decken sehr unterschiedliche Landschaften Niederösterreichs ab. Genau das soll helfen, ein umfassenderes Bild der Artenvielfalt im Bundesland zu bekommen.
Die gewonnenen Daten könnten später auch dabei helfen, Schutzmaßnahmen gezielter zu planen oder bestehende Programme zur Beobachtung von Tierarten zu verbessern.
Die Kartierungen laufen bereits. Erste Ergebnisse sollen im Herbst präsentiert werden. Besonders spannende Funde wollen die vier Schutzgebiete auch auf Facebook und Instagram zeigen.