Gar nicht prickelnd

Oktoberfest: Diese Änderung betrifft jetzt alle

Auf dem Münchner Oktoberfest sind Champagnerduschen künftig untersagt. Die Stadt reagiert damit auf Kritik an dekadenter Lebensmittelverschwendung.
Newsdesk Heute
28.04.2026, 13:55
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Auf dem Münchner Oktoberfest wird ab sofort das Verspritzen von Champagner in den Festzelten verboten. Besonders betroffen sind das Weinzelt von Kuffler und Käfers Wiesnschänke, wo die spritzigen Schampus-Shows in den letzten Jahren für Aufmerksamkeit sorgten.

Hintergrund des Verbots ist die öffentliche Kritik an der Verschwendung von Lebensmitteln und der als dekadent empfundenen Praxis.

Das zuständige Wiesnreferat, das Referat für Arbeit und Wirtschaft unter Leitung von Christian Scharpf (SPD), hat sich mit dem Thema beschäftigt und eine klare Linie gezogen.

Wie die Münchner "Abendzeitung" berichtet, hat der interfraktionelle Arbeitskreis "Oktoberfest" im Rathaus nun beschlossen, Champagnerduschen künftig zu unterbinden. Eine entsprechende Entscheidung im Stadtrat gilt als reine Formsache.

Solche Champagnerduschen sollen in Zukunft beim Münchner Oktoberfest nicht mehr stattfinden.
APA-Images / Action Press / PRIMKE,KLAUS

Wirt Kuffler begrüßt das Verbot

Sebastian Kuffler, Betreiber des Weinzelts, sieht das Verbot gelassen. "Mein Bruder Stephan und ich sind nicht die großen Freunde des Verbietens. Da ist es mir jetzt lieber, die Stadt verbietet es offiziell und wir können’s so an die Gäste weiter kommunizieren."

Auch im Käferzelt gab es Champagnerduschen, allerdings nicht als Show-Element und ohne Unterstützung des Personals.

Noch keine Details zur Umsetzung

Wie das Verbot konkret durchgesetzt wird und welche Strafen bei Verstößen drohen, ist derzeit noch offen.

Michael Käfer betonte: "Mit der Beschlussvorlage rennt man bei mir offene Türen ein. Das Spritzen von Champagner ist für mich indiskutabel und ich habe bei uns schon vor Jahren die Anweisung erteilt, dass, wenn das jemand bei uns macht, er oder sie die Käfer Wiesn-Schänke bitte verlassen soll."

Ob die Wiesnbesucher in Zukunft andere Wege finden, ihre Lebensfreude auszudrücken, bleibt abzuwarten.

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