Für den norwegischen Skispringer werden die Olympischen Spiele wohl zu einem besonders emotionalen Ereignis. Denn kurz vor dem Start des Großereignisses musste der 30-jährige Skisprungstar einen schmerzlichen Schicksalsschlag verkraften: Sein Vater, Freund und größter Unterstützer Hugo, ist im Alter von 68 Jahren nach einem langen Kampf gegen den Krebs gestorben.
Forfang teilte die traurige Nachricht bei Instagram: "Gestern Abend ist mein Vater friedlich eingeschlafen, nachdem er etwas mehr als ein Jahr tapfer gegen den Krebs gekämpft hatte. Worte können die Leere, die er hinterlässt, nicht beschreiben. Mein Vater war mein Held und mein moralischer Kompass." Besonders bewegend: Hugo hatte sich immer gewünscht, dass sein Sohn weiter Skispringen und zu Olympia fährt – diesen Wunsch will Forfang erfüllen: "Das werde ich auch tun."
Damit er nicht zwischen privater Trauer und sportlicher Pflicht wählen muss, hat die Familie die Beerdigung bewusst erst nach den Winterspielen geplant. "Ich bin erleichtert, dass ich nicht zwischen Olympia und der Beerdigung wählen muss", so Forfang.
Schon bei Olympia 2018 in Pyeongchang gewann Forfang Gold im Teambewerb und Silber im Einzel – Erinnerungen, die er nun mit neuer Emotionalität wieder aufleben lassen will. Beim norwegischen Sender "NRK" sagte er: "Es war der große Wunsch meines Vaters, dass ich dorthin reise und das vollende, was unser gemeinsames Projekt ist."
Tief bewegt fügte er hinzu: "Ich werde jetzt für den Rest meiner Karriere für meinen Vater springen." Schon bei der Olympia‑Generalprobe in Willingen hatte Forfang eine eindrucksvolle Botschaft gesendet: Vor der Kamera zeigte er Handschuhe mit der Aufschrift "Danke Papa" – ein letzter Gruß an seinen schwer kranken Vater. "Ich bin froh, dass ich ihm das noch zeigen konnte. Ich weiß, dass er sich sehr darüber gefreut hat."