Ganze 50 Kilo musste Studentin Therese K. (Name geändert, Anm.) alleine durch Wien transportieren. Der Grund: Der Paketzusteller lieferte ihr Packerl nicht wie bestellt an ihre Wohnadresse – angeblich habe bei der Bestellung die Türnummer gefehlt.
"Das wäre ja ein verständlicher Grund gewesen, das Paket nicht zustellen zu können", zeigt sich Therese einsichtig. Als sie sich dann selbst auf den Weg machte, ihr bestelltes Küchenregal abzuholen, kam die Überraschung: "Ich habe die Bestellung in zwei Paketen bekommen, die Türnummer stand sehr wohl neben der Adresse", wundert sie sich.
Wohl oder übel musste die junge Wienerin die 50 Kilo also selbst nach Hause bringen. Der Weg betrug zwar nur 700 Meter, doch schließlich hatte die 22-Jährige extra tiefer in die Tasche gegriffen, um für den Premium-Versand zu bezahlen.
Glücklicherweise konnte Therese für den Transport wenigstens einen kleinen Rollwagen organisieren. "Trotzdem musste ich den Wagen mit den Paketen bei jedem Gehsteig anheben und die Sachen gebückt festhalten."
Ebenfalls unverständlich für Therese: Der Paketzusteller habe den Abholschein ja auch in den richtigen Briefkasten geworfen. "Mein Name ist auf dem Briefkasten nicht vermerkt, also muss der Briefträger ja gewusst haben, wohin", so die Wienerin.
Die einzige andere Erklärung wäre gewesen, dass der Postbote schlichtweg niemanden in der Wohnung angetroffen habe, der die schweren Packerl hätte entgegennehmen können. "Meine Mitbewohnerin und ich waren aber beide den ganzen Tag zu Hause. Keiner hat geläutet", beschwert sie sich.
Doch damit nicht genug, am selben Tag wurde gleich das nächste Paket nicht zugestellt – wieder mit einem enormen Gewicht von 13 Kilogramm. "Diesmal soll der Grund gewesen sein, dass mein Name nicht auf dem Klingelschild stand", ist Therese empört.