Papst Leo XIV. befindet sich mittlerweile im Krankenhaus. Das 71-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche muss sich am Dienstag im Agostino-Gemelli-Krankenhaus in Rom einer Lungenoperation unterziehen. Dabei soll ein Gewebeknoten entfernt werden, der bei einer Routineuntersuchung entdeckt worden war. Sämtliche Termine des Pontifex wurden bis zum 20. Oktober abgesagt.
Unter großem Medienandrang traf der Papst mit dem Auto beim Krankenhaus ein. Zahlreiche Gläubige hatten bereits seit den Morgenstunden auf ihn gewartet. Leo XIV. wirkte ruhig, lächelte und grüßte die Menschen kurz. Von den vielen Zeichen der Zuneigung schien er sichtlich bewegt.
Den Eingriff übernimmt der renommierte italienische Chirurg Stefano Margaritora (66). Er leitet die Abteilung für Thoraxchirurgie am Gemelli-Krankenhaus und gilt als Spezialist für Lungenerkrankungen und Tumore im Brustkorb.
Der Gewebeknoten war laut Angaben aus dem Umfeld des Papstes bei einer routinemäßigen Kontrolluntersuchung entdeckt worden. Hinweise auf eine Entzündung oder Infektion habe es nicht gegeben.
Obwohl alle offiziellen Termine bis zum 20. Oktober gestrichen wurden, könnte sich der Papst bereits am Sonntag wieder öffentlich zeigen. Nicht ausgeschlossen wird, dass er das traditionelle Angelusgebet von einem Balkon des Krankenhauses aus spricht.
Rund um das Spital gelten unterdessen strengste Sicherheitsvorkehrungen. Über dem gesamten Klinikgelände wurde eine Flugverbotszone eingerichtet. Hubschrauber, Drohnen und spezielle Systeme zur Drohnenabwehr sollen für zusätzliche Sicherheit sorgen.
Besonders geschützt werden auch die medizinischen Daten des Kirchenoberhaupts. Durch die Verwendung von Codes und Pseudonymen soll verhindert werden, dass vertrauliche Untersuchungsergebnisse oder Informationen über den Gesundheitszustand des Papstes an die Öffentlichkeit gelangen.
Auch die Familie des Pontifex meldete sich vor dem Eingriff zu Wort. Sein Bruder Louis Prevost zeigte sich zuversichtlich und richtete einen eindringlichen Appell an die Gläubigen.
"Ich bitte Sie, ihn in Ihre Gebete einzuschließen, damit die Operation gut verläuft und es keine weiteren Komplikationen gibt", sagte Prevost gegenüber der italienischen Zeitung "Corriere della Sera".
Während die Ärzte den Eingriff vorbereiten, richten sich die Blicke der katholischen Welt nach Rom. Ob Leo XIV. bereits am Sonntag wieder zu den Gläubigen sprechen kann, bleibt vorerst offen.