Wien muss sich vorerst von einer seiner größten Kaffeehaus-Legenden verabschieden: Das berühmte Café Central sperrt am Montag seine Türen zu. Der Grund: eine umfassende, aber denkmalgerechte Renovierung des Traditionshauses in der Herrengasse.
Doch ganz ohne Wiener Kaffeehauskultur müssen Einheimische und Touristen nicht auskommen – nur wenige Schritte entfernt öffnet bereits eine ungewöhnliche Übergangslösung.
Während das Stammhaus modernisiert wird, zieht ein Teil des legendären Flairs ins neue Pop-up-Café "Decentral". Untergebracht ist es im prachtvollen Palais Harrach an der Freyung. Das Pop-up soll die Wartezeit bis zur Wiedereröffnung überbrücken.
Auch im "Decentral" müssen Gäste auf Klassiker nicht verzichten: Kaffee-Spezialitäten nach Wiener Art, hausgemachte Croissants und feine Tartes und frisch belegte Focaccias. Die berühmte Patisserie des Hauses zieht ebenfalls mit um. Auf der Karte stehen etwa Amandine-Mandelcroissants, Schokotarte mit Crème fraîche, luftiges Topfen-Soufflé oder eine Zitronentorte mit Passionsfruchtcreme.
Neben Klassikern gibt es auch Neues: Flavoured Coffees, sommerliche Drinks wie der Lavender Monaco Sprizz sowie alkoholfreie Cocktails.
Die Renovierung des traditionsreichen Café Central soll mehrere Monate dauern. Ziel ist es, das historische Ambiente zu bewahren und gleichzeitig behutsam zu modernisieren. Erneuert werden vor allem Gebäudetechnik und Infrastruktur sowie Produktions- und Küchenbereiche. Die Wiedereröffnung ist für Herbst 2026 vorgesehen.