Der Schock in Wiesmath (Bezirk Wiener Neustadt, NÖ) sitzt weiterhin tief. Pfarrer Raimund Beisteiner war vor wenigen Tagen während der Sonntagsmesse zusammengebrochen. Nun kommen weitere Details zu seinem Leben ans Licht.
Besonders tragisch: Am 1. September 2026 hätte der Geistliche sein 20-jähriges Bestehen als Pfarrer von Wiesmath gefeiert.
Der 59-Jährige brach am Sonntag, dem 1. Februar 2026, während der sonntäglichen Messfeier plötzlich zusammen. Rund 70 Gläubige wurden Augenzeugen der dramatischen Minuten – unter ihnen auch Bürgermeister Erich Raser (VP), ein enger Freund des Verstorbenen. Die beiden kannten einander seit mehr als 20 Jahren.
Im "Heute"-Gespräch erinnert sich Raser an die schmerzlichen letzten Momente mit dem Ortspfarrer von Wiesmath: "Das passierte nach dem Austeilen der Kommunion. Da drehte Raimund sich von den Gästen weg. Und dann kippte er schon um. Es war schrecklich tragisch. Sofort wurde versucht, ihn zu reanimieren, aber vergebens."
Raimund Beisteiner wurde am 28. August 1966 in Lackendorf im Burgenland geboren. Der gelernte Koch trat später in das Oratorium des Heiligen Philipp Neri in Maria Lanzendorf ein. Nach dessen Auflösung wurde er Teil des Wiener Klerus, im Jahr 1999 empfing er die Priesterweihe.
Seit 2006 leitete er die Pfarre Wiesmath, wo er für seine ruhige, seelsorgliche Begleitung und seinen ausgeprägten Sinn für Verantwortung geschätzt wurde, wie es heißt. Zusätzlich war er geistlicher Leiter der Legion Mariens und als Dekanatsmännerseelsorger im Dekanat Kirchschlag tätig. Auch Erzbischof Josef Grünwidl nahm Abschied von Beisteiner und würdigte den langjährigen Seelsorger.
Auch innerhalb der Familie ist die Trauer groß. Im "Heute"-Gespräch berichtet sein Bruder von Raimund Beisteiner: "Mein Bruder hatte immer das Herz am rechten Fleck und war bei allen beliebt. Er war immer lieb mit den Kindern und ist immer bereitgestanden, wenn jemand Hilfe gebraucht hat." Neben seinem priesterlichen Wirken ist der Pfarrer sein Leben lang einer großen Leidenschaft nachgegangen: "Er war Gärtner mit Leidenschaft und er hatte wirklich einen grünen Daumen. Es ist ganz tragisch."
Nun stehen auch die Begräbnisfeierlichkeiten fest. Am Samstag, dem 7. Februar 2026, besteht ab 8.00 Uhr in der Pfarrkirche Wiesmath die Möglichkeit, in Stille Abschied zu nehmen. Um 9.30 Uhr wird der Rosenkranz gebetet, um 10.00 Uhr folgt das Requiem.
Danach wird der Verstorbene in seinen Heimatort Lackendorf überführt, wo um 13.00 Uhr nochmals Abschied genommen werden kann. Um 14.00 Uhr erfolgt die feierliche Einsegnung, anschließend die Beisetzung im Familiengrab.