Die dramatischen Minuten spielten sich am vergangenen Sonntag ab – mitten im Hochamt. Kurz nach der Kommunionspendung in Wiesmath (Bezirk Wiener Neustadt) machte sich der 59-jährige Seelsorger auf den Weg zum Tabernakel, um die Hostien zurückzubringen. Dann geschah das Unfassbare, berichtet die "Kronen Zeitung": Der Pfarrer sackte plötzlich zusammen – vor den Augen aller 70 Kirchgänger.
Wie die Erzdiözese Wien mitteilte, brach Beisteiner unvermittelt zusammen. "Trotz sofort eingeleiteter professioneller Hilfe verstarb er noch in der Kirche", heißt es. Für die anwesenden Gläubigen war es ein sichtlicher Schockmoment, der sich unauslöschlich einprägte.
Unter den Besuchern der Messe befand sich auch Wiesmaths Bürgermeister Erich Rasner (VP). Auch er musste die dramatischen Szenen miterleben. Die Erschütterung in der Gemeinde ist groß – viele können den plötzlichen Tod des beliebten Pfarrers noch immer nicht fassen.
Beisteiner hatte das kirchliche Leben in Wiesmath fast zwei Jahrzehnte lang entscheidend geprägt und war weit über die Gemeindegrenzen hinaus geschätzt. Rasner würdigte ihn gegenüber der "Kronen Zeitung" als äußerst pflichtbewussten, feinfühligen Priester und sprach zugleich vom Verlust einer über Jahre gewachsenen persönlichen Freundschaft.
Die große Anteilnahme zeigte sich bereits kurz nach dem Todesfall: Bei einer spontan organisierten Gebetsstunde versammelten sich zahlreiche Gläubige, um dem Geistlichen zu gedenken. Wie die Kronen Zeitung berichtet, nahmen neben Priestern des Dekanats auch hochrangige Vertreter der Kirche teil – unter ihnen Erzbischof Josef Grünwidl.
Das Begräbnis von Pfarrmoderator Raimund Beisteiner findet am Samstag, dem 7. Februar 2026, in der Pfarrkirche Wiesmath statt. Der Rosenkranz beginnt um 9.30 Uhr, um 10 Uhr wird das Requiem gefeiert.