Tierische Tradition

Seit 150 Jahren! Hier stehen Pferdekutschen vor dem Aus

New Yorks Pferdekutschen könnten bald Geschichte sein: Ein Gesetzentwurf sieht das Aus der beliebten Fahrten ab 2028 vor.
14.10.2026, 12:41
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Drehen die Pferdekutschen im Central Park in New York bald ihre letzte Runde? Bürgermeister Zohran Mamdani und die Vorsitzende des New Yorker Stadtrats, Julie Menin, haben sich laut US-Medien auf einen Gesetzesentwurf geeinigt, der das Ende dieser traditionsreichen Attraktion bedeuten würde. Das Verbot soll schrittweise umgesetzt werden und ab 1. Juni 2028 gelten. Zuvor muss aber noch der Stadtrat von New York zustimmen.

„Die Pferdekutschenbranche in New York City steht vor dem Aus“
Zohran Mamdani Bürgermeister, New York City,

Seine Regierung wolle sicherstellen, dass die Rechte der Kutscher, Betreiber und Tiere geschützt werden. Genauere Details hat er in seinem Beitrag aber nicht verraten.

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Die Kutscher-Gewerkschaft hält den Entwurf laut "New York Times" für zu schwach, um die Beschäftigten ausreichend zu schützen. Menin hingegen ist laut Zeitungsbericht überzeugt, dass das Gesetz bei der kommenden Abstimmung eine Mehrheit bekommt.

In New York wird schon seit Jahren darüber gestritten, ob die Pferdekutschen aus dem Central Park verschwinden sollen. Bei Touristen sind die Fahrten sehr beliebt, Tierschützer fordern aber schon lange ein Aus. Sie kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien und leicht in Panik geraten. Die Betreiber wehren sich gegen diese Vorwürfe.

Die Kutschen rollen bereits seit rund 150 Jahren durch den Central Park. Immer wieder kommt es aber zu Unfällen. Im Juni ist ein 18-Jähriger aus Indien gestorben, der mit seiner Familie in New York zu Besuch war. Er ist seiner Mutter aus einer Kutsche nachgesprungen, nachdem sie herausgeschleudert worden war. Dabei hat sich der Bursch schwer verletzt und ist kurz darauf im Spital gestorben. Nach dem Unfall wurde der Druck, die Fahrten zu verbieten, deutlich größer.

red, 14.10.2026, 12:41