Tausende € Strafen möglich

Hier gilt jetzt strenges Eierschwammerl-Sammel-Verbot

Dass manche Pilzsorten unter Naturschutz stehen, ist bekannt. Doch ab heute ist es in einem Bundesland bei Strafe verboten, Eierschwammerl zu sammeln.
Jochen Dobnik
11.10.2026, 06:47
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Wer im Herbst mit Korb und Messer durch die Wälder streift, wiegt sich oft in Sicherheit – schließlich wachsen Steinpilze und Eierschwammerl scheinbar für alle im Überfluss. Doch der Schein trügt gewaltig!

Die Schwammerljagd ist in Österreich streng geregelt, und wer die falschen Gesetze missachtet, riskiert nicht nur saftige Geldstrafen, sondern im extremsten Fall sogar Haft.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Egal in welchem Bundesland man unterwegs ist: Der Wald gehört keineswegs einfach allen. Nach dem Forstgesetz gilt bundesweit die Grundregel, dass pro Person und Tag maximal zwei Kilogramm Pilze für den Eigenbedarf gesammelt werden dürfen. Allerdings ist das kein automatischer Freibrief: Das Sammelgut gehört rein rechtlich dem jeweiligen Waldeigentümer. Verbietet dieser das Pflücken per Hinweisschild, muss der Korb leer bleiben.

Wer ohne Erlaubnis mehr als die erlaubten zwei Kilo abschleppt, begeht eine Verwaltungsübertretung und wird mit bis zu 150 Euro Strafe zur Kasse gebeten. Noch teurer wird es bei organisierten Sammelaktionen: Hier drohen im Extremfall bis zu 36.500 Euro Pönale oder sogar wochenlang Gefängnis!

Extrem-Strafen und Stoppuhr im Wald

Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, wie drastisch die Regeln auseinandergehen:

➤ Salzburg: Hält den absoluten Rekord bei den Strafrahmen! Wer hier massiv gegen Naturschutzbestimmungen verstößt, riskiert im Extremfall theoretisch unvorstellbare Strafen von bis zu 36.500 Euro oder bis zu sechs Wochen Haft. Zudem verkürzte sich seit dem 1. Oktober die erlaubte Sammelzeit von 7 bis 19 Uhr auf nur noch 7 bis 17 Uhr. Ungenießbare oder wurmstichige Pilze dürfen gar nicht erst eingepackt werden.

➤ Oberösterreich: Hat sieben Pilzarten unter Vollschutz gestellt – darunter den Kaiserling und den Riesenbovist. Wer sie pflückt oder beschädigt, büsst mit Strafen von 600 bis zu 10.000 Euro.

Hexenring um einen Apfelbaum aus Riesenbovisten.
IMAGO/Zoonar

➤ Wien: Die Zwei-Kilo-Grenze gilt zwar grundsätzlich, aber in Schutzgebieten wie dem Lainzer Tiergarten oder der Lobau herrscht ein absolutes Sammelverbot!

➤ Tirol & Vorarlberg: In Tirol ist das Sammeln von 7 bis 19 Uhr erlaubt, jedoch sind mechanische Hilfsmittel wie Rechen strikt verboten. Vorarlberg zieht die Zügel beim Zeitfenster am engsten an: Gesucht werden darf nur zwischen 8 und 17 Uhr.

Aus für Eierschwammerl: Kärnten macht dicht!

Besonders hart trifft es Pilzsucher jetzt im Süden Österreichs. Wer in Kärnten auf Eierschwammerl oder Steinpilze hofft, schaut ab sofort durch die Finger! Grund dafür ist eine knallharte Stichtag-Regelung in der Kärntner Pilzverordnung.

In Kärnten dürfen die beiden Publikumslieblinge – der Steinpilz (Boletus edulis, Boletus pinophilus, Boletus aestivalis) und das Eierschwammerl (Cantharellus cibarius) – ausschließlich zwischen dem 15. Juni und dem 30. September gesammelt werden.

Auch Steinpilze stehen ab 1. Oktober auf der Roten Liste.
Getty Images/iStockphoto

Seit dem 1. Oktober gilt daher im gesamten Bundesland ein striktes Sammelverbot für diese Arten! Wer trotzdem weiterpflückt, zahlt per Organstrafverfügung sofort 50 Euro Strafe. Im Wiederholungsfall oder bei schweren Verstößen können sogar bis zu 3.630 Euro fällig werden!

Zudem stehen in Kärnten Hunderte weitere Pilzarten auf der Roten Liste und dürfen das ganze Jahr über nicht angerührt werden (Liste am Ende des Artikels).

Sicher sammeln ohne Vergiftungsgefahr

Neben saftigen Geldbußen drohen im Dickicht auch gesundheitliche Gefahren durch Verwechslungen. Pilzberater mahnen deshalb: Nur Arten mitnehmen, die man zu 100 Prozent sicher bestimmen kann!

Wer einen unbekannten Pilz zur Begutachtung mitnehmen möchte, sollte den gesamten Fruchtkörper vorsichtig samt Stielbasis aus dem Boden drehen. Das unterirdische Pilzgeflecht darf dabei jedoch niemals ausgegraben oder beschädigt werden.

Liste der vollkommen geschützten Pilze in Kärnten

Schlauchpilze (Ascomycetina)

  • Leuchtender Prachtbecher (Calosypha fulgens)
  • Morchelbecherling (Disciotis venosa)
  • Erdzungen (Geoglossum, Microglossum, Trichoglossum) alle Arten
  • Sumpfhaubenpilz (Mitrula paludosa)
  • Eselsohr (Otidea onotica)
  • Kronenbecherling (Sarcosphaera coronaria)
  • Glocken-Verpel (Verpa conica)
  • Alle unterirdisch (hypogäisch) wachsenden Schlauchpilze (z. B. Tuber, Terfezia, Choiromyces etc.)

Täublingsartige (Russulales)

  • Graublasser Milchling (Lactarius albocarneus)
  • Schild-Milchling (Lactarius aspideus)
  • Scharfmilchender Woll-Milchling (Lactarius bertilloni)
  • Goldflüssiger Milchling (Lactarius chrysorrheus)
  • Rosascheckiger Milchling (Lactarius controversus)
  • Wohlriechender Zonen-Milchling (Lactarius evosmus)
  • Verbogener Milchling (Lactarius flexuosus)
  • Löwengelber Milchling (Lactarius leonis)
  • Braunzottiger Milchling (Lactarius mairei)
  • Gebuckelter Milchling (Lactarius mammosus)
  • Heide-Milchling (Lactarius musteus)
  • Moos-Milchling (Lactarius omphaliformis)
  • Flaumiger Milchling (Lactarius pubescens)
  • Zottiger Violett-Milchling (Lactarius repraesentaneus)
  • Torfmoos-Milchling (Lactarius sphagneti)
  • Schüppchen-Milchling (Lactarius spinolosus)
  • Trockener Violett-Milchling (Lactarius violascens)
  • Bitterster Täubling (Russula amarissima)
  • Amethyst-Täubling (Russula amethystina)
  • Samt-Täubling (Russula amoena)
  • Graugrüner Reif-Täubling (Russula anatina)
  • Kohlen-Täubling (Russula anthracina)
  • Gold-Täubling (Russula aurea)
  • Graubrauner Täubling (Russula consobrina)
  • Kurzstieliger Leder-Täubling (Russula curtipes)
  • Rosenroter Täubling (Russula lepidicolor)
  • Rotstieliger Reif-Täubling (Russula lilacea)
  • Gefleckter Täubling (Russula maculata)
  • Honig-Täubling (Russula melliolens)
  • Duftender Täubling (Russula odorata)
  • Blaßgelber Täubling (Russula raoultii)
  • Blutroter Leder-Täubling (Russula rubroalba)
  • Zitronenblättriger Täubling (Russula sardonia)
  • Sonnen-Täubling (Russula solaris)
  • Milder Torfmoos-Täubling (Russula sphagnophila)
  • Scharfer Honig-Täubling (Russula veternosa)

Blätterpilze i.w.S. (Agaricales s.l.)

  • Stink-Champignon (Agaricus altipes)
  • Kupferbrauner Champignon (Agaricus cupreobrunneus)
  • Wollfuß-Champignon (Agaricus lanipes)
  • Großer Anis-Champignon (Agaricus macrocarpus)
  • Leberbrauner Ackerling (Agrocybe erebia)
  • Kaiserling (Amanita caesarea)
  • Riesen-Scheidenstreifling (Amanita ceciliae)
  • Kammrandiger Wulstling (Amanita eliae)
  • Rauer Wulstling (Amanita franchetii)
  • Erlen-Scheidenstreifling (Amanita friabilis)
  • Silbergrauer Scheidenstreifling (Amanita mairei)
  • Eier-Wulstling (Amanita ovoidea)
  • Königs-Fliegenpilz (Amanita regalis)
  • Stachelschuppiger Wulstling (Amanita solitaria)
  • Moor-Hallimasch (Armillaria ectypa)
  • Adermooslinge (Arrhenia) alle Arten
  • Fleischrötlicher Schönkopf (Calocybe carnea)
  • Veilchenblauer Schönkopf (Calocybe ionides)
  • Samtschnecklinge (Camarophyllopsis) alle Arten
  • Wurzel-Möhrling (Cathatelasma imperiale)
  • Fleckender Schmierschirmling (Chamaemyces fracidus)
  • Goldnabelinge (Chrysomphalina) alle Arten
  • Schüsselförmiger Trichterling (Clitocybe catinus)
  • Stinkender Trichterling (Clitocybe foetens)
  • Kiesliebender Trichterling (Clitoybe glareosa)
  • Lärchen-Trichterling (Clitocybe vermicularis)
  • Kreidiges Mehlpilzchen (Clitopilus cretatus)
  • Samthäubchen (Conocybe) alle Arten
  • Gürtelfüße, Wasserköpfe (Cortinarius – UG Telamonia) alle Arten
  • Schleiereule (Cortinarius praestans)
  • Weißer Körnchenschirmling (Cystoderma ambrosii)
  • Rostroter Körnchenschirmling (Cystoderma granulosum)
  • Zinnoberbrauner Körnchenschirmling (Cystoderma terrei)
  • Mehlschirmlinge (Cystolepiota) alle Arten
  • Samtritterlinge (Dermoloma) alle Arten
  • Rötlinge (Entoloma) alle Arten
  • Kohlenleistling (Faerberia carbonaria)
  • Rußhelmlinge (Fayodia) alle Arten
  • Flammulaster (Flockenschüpplinge) alle Arten
  • Schwefelgelber Schuppenritterling (Floccularia straminea)
  • Häublinge (Galerina) alle Arten
  • Hübscher Flämmling (Gymnopilus bellulus)
  • Blassgelber Flämmling (Gymnopilus flavus)
  • Moor-Flämmling (Gymnopilus fulgens)
  • Beringter Flämmling (Gymnopilus junonius)
  • Prachtnabelinge (Haasiella) alle Arten
  • Elfenring-Fälbling (Hebeloma circinans)
  • Moor-Fälbling (Hebeloma pusillum)
  • Rosablättriger Fälbling (Hebeloma sarcophyllum)
  • Muschelinge (Hohenbuehelia) alle Arten
  • Saftlinge, Ellerlinge (Hygrocybe incl. Camarophyllus) alle Arten
  • Schwarzfaseriger Schneckling (Hygrophorus atramentosus)
  • Graubrauner Schneckling (Hygrophorus camarophyllus)
  • Goldzahn-Schneckling (Hygrophorus chrysodon)
  • Schleimigberingter Schneckling (Hygrophorus gliocyclus)
  • Großer Kiefern-Schneckling (Hygrophorus latitabundus)
  • Hellrandiger Schneckling (Hygrophorus lindtneri)
  • März-Schneckling (Hygrophorus marzuolus)
  • Geflecktblättriger Purpurschneckling (Hygrophorus russula)
  • Orangegelber Lärchenschneckling (Hygrophorus speciosus)
  • Torfmoos-Schwefelkopf (Hypholoma elongatum)
  • Geriefter Schwefelkopf (Hypholoma ericaeoides)
  • Klebriger Schwefelkopf (Hypholoma myosotis)
  • Torf-Schwefelkopf (Hypholoma udum)
  • Ulmen-Rasling (Hypsizygus ulmarius)
  • Risspilze (Inocybe) alle Arten
  • Berg-Lackpilz (Laccaria montana)
  • Zwerg-Lacktrichterling (Laccaria pumila)
  • Verbogener Lacktrichterling (Laccaria tortilis)
  • Harziger Sägeblättling (Lentinus adhaerens)
  • Becherförmiger Sägeblättling (Lentinus cyathiformis)
  • Schirmlinge (Lepiota) alle Arten
  • Büscheliger Rötelritterling (Lepista caespitosa)
  • Dichtblättriger Rötelritterling (Lepista densifolia)
  • Lilastieliger Rötelritterling (Lepista saeva)
  • Egerlingsschirmpilze (Leucoagaricus) alle Arten
  • Faltenschirmlinge (Leucocoprinus) alle Arten
  • Knolliger Schleierritterling (Leucocortinarius bulbiger)
  • Krempenritterlinge (Leucopaxillus) alle Arten
  • Schleimschirmlinge (Limacella) alle Arten
  • Acker-Riesenschirmpilz (Macrolepiota excoriata)
  • Weißstieliger Riesenschirmpilz (Macrolepiota prominens)
  • Grünfleckender Riesenschirmpilz (Macrolepiota olivascens)
  • Buntkörnchenschirmlinge (Melanophyllum) alle Arten
  • Helmlinge (Mycena) alle Arten
  • Dunkler Kohlennabeling (Myxomphalia maura)
  • Erlenschnitzlinge (Naucoria) alle Arten
  • Nabelinge (Omphalina) alle Arten
  • Holztrichterling (Ossicaulis lignatilis)
  • Violettblättriger Zwergknäueling (Panellus violaceofulvus)
  • Borstiger Knäueling (Panus rudis)
  • Wurzelschnitzlinge (Phaeocollybia) alle Arten
  • Braunhäublinge (Phaeogalera) alle Arten
  • Schüppchenschnitzlinge (Phaeomarasmius) alle Arten
  • Schleimiger Schüppling (Pholiota adiposa)
  • Goldfell-Schüppling (Pholiota cerifera)
  • Moor-Schüppling (Pholiota henningsii)
  • Seidiger Schüppling (Pholiota scambra)
  • Schwefelkopfähnlicher Schüppling (Pholiota subochracea)
  • Bitterster Schüppling (Pholiota tuberculosa)
  • Pappel-Seitling (Pleurotus calyptratus)
  • Berindeter Seitling (Pleurotus dryinus)
  • Brauner Kräuter-Seitling (Pleurotus eryngii) Wildform
  • Orangeroter Dachpilz (Pluteus aurantiorugosus)
  • Herber Dachpilz (Pluteus ephebeus)
  • Weißer Dachpilz (Pluteus inquilinus)
  • Löwengelber Dachpilz (Pluteus leoninus)
  • Grünlichgrauer Dachpilz (Pluteus salicinus)
  • Schwarzflockiger Dachpilz (Pluteus umbrosus)
  • Wiesenritterlinge (Porpoloma) alle Arten
  • Mürblinge (Psathyrella) alle Arten
  • Kahlköpfe (Psilocybe) alle Arten
  • Orangerötlicher Adernseitling (Rhodotus palmatus)
  • Filzkremplinge (Ripartites) alle Arten
  • Seidenschirmlinge (Sericeomyces) alle Arten
  • Olivschnitzlinge (Simocybe) alle Arten
  • Schuppenwulstlinge (Squamanita) alle Arten
  • Weißgezähnelter Träuschling (Stropharia albocrenulata)
  • Üppiger Träuschling (Stropharia hornemannii)
  • Purpurgrauer Träuschling (Stropharia inuncta)
  • Schwarzblättriger Träuschling (Stropharia melasperma)
  • Klebriger Schleierseitling (Tectella patellaris)
  • Gerippter Ritterling (Tricholoma acerbum)
  • Galliger Ritterling (Tricholoma aestuans)
  • Sellerie-Ritterling (Tricholoma apium)
  • Krokodil-Ritterling (Tricholoma caligatum)
  • Beringter Erd-Ritterling (Tricholoma cingulatum)
  • Riesen-Ritterling (Tricholoma colossus)
  • Seidiger Ritterling (Tricholoma columbetta)
  • Halsband-Ritterling (Tricholoma focale)
  • Dunkelolivbrauner Ritterling (Tricholoma fucatum)
  • Großer Erd-Ritterling (Tricholoma gausapatum)
  • Radialstreifiger Ritterling (Tricholoma inodermeum)
  • Graublättriger Ritterling (Tricholoma luridum)
  • Tiger-Ritterling (Tricholoma pardinum)
  • Pappel-Ritterling (Tricholoma populinum)
  • Lärchen-Ritterling (Tricholoma psammopus)
  • Gilbender Erd-Ritterling (Tricholoma scalpturatum)
  • Rotfleckender Kiefern-Ritterling (Tricholoma stans)
  • Strohblasser Ritterling (Tricholoma stiparophyllum)
  • Falbgrauer Ritterling (Tricholoma sudum)
  • Salziger Ritterling (Tricholoma sulphurescens)
  • Rußstieliger Erd-Ritterling (Tricholoma triste)
  • Bitterer Eichen-Ritterling (Tricholoma ustaloides)
  • Sägeblättriger Ritterling (Tricholoma viridilutescens)
  • Trompetenschnitzlinge (Tubaria) alle Arten
  • Wolliger Scheidling (Volvariella bombycina)
  • Blaugrauer Scheidling (Volvariella caesiotincta)
  • Aschgrauer Scheidling (Volvariella cinerascens)
  • Kleinster Scheidling (Volvariella pusilla)
  • Schwarzstreifiger Scheidling (Volvariella volvacea)
  • Schwarzbrauner Wurzelrübling (Xerula caussei)
  • Kleiner Wurzelrübling (Xerula kuehneri)
  • Schwarzhaariger Wurzelrübling (Xerula melanotricha)
  • Braunhaariger Wurzelrübling (Xerula pudens)
In Österreich steht der Kaiserling (Amanita caesarea) in der gesamtösterreichischen Roten Liste der Großpilze als "gefährdet" bzw. "stark gefährdet"
imago stock&people

Röhrlingsartige (Boletales)

  • Asiatischer Schuppenröhrling (Boletinus asiaticus)
  • Geschmückter Schuppenröhrling (Boletinus pictus)
  • Bronze-Röhrling (Boletus aereus)
  • Anhängsel-Röhrlinge (Boletus appendiculatus u. Boletus subappendiculatus)
  • Silber-Röhrling (Boletus fechtneri)
  • Starkriechender Röhrling (Boletus fragans)
  • Böhmerwald-Röhrling (Boletus gabretae)
  • Fahler Röhrling (Boletus impolitus)
  • Wolfs-Röhrling (Boletus lupinus)
  • Purpur-Röhrlinge alle Arten (Boletus luteocupreus, Boletus rhodopurpureus, Boletus rhodoxanthus, Boletus rubrosanguineus)
  • Blauender Königs-Röhrling (Boletus pseudoregius)
  • Schwarzblauender Röhrling (Boletus pulverulentus)
  • Glattstieliger Hexen-Röhrling (Boletus queletii)
  • Wurzelnder Bitter-Röhrling (Boletus radicans)
  • Königs-Röhrling (Boletus regius)
  • Satanspilz (Boletus satanas)
  • Ochsen-Röhrling (Boletus torosus)
  • Bitterlicher Zwergröhrling (Chalciporus amarellus)
  • Kurzsporiger Zwergröhrling (Chalciporus rubinus)
  • Zierlicher Schmierling (Gomphidius gracilis)
  • Rosenroter Schmierling (Gomphidius roseus)
  • Erlen-Grübling (Gyrodon lividus)
  • Hasen-Röhrling (Gyroporus castaneus)
  • Kornblumen-Röhrling (Gyroporus cyanescens)
  • Gelbweißer Afterleistling (Hygrophoropsis macrosporus)
  • Duftender Afterleistling (Hygrophoropsis morganii)
  • Gelbporiger Raufuß (Leccinum crocipodium)
  • Pappel-Raufuß (Leccinum duriusculum)
  • Moor-Birkenpilz (Leccinum holopus)
  • Schwärzlicher Birkenpilz (Leccinum melaneum)
  • Eichen-Rotkappe (Leccinum quercinum)
  • Vielverfärbender Birkenpilz (Leccinum variicolor)
  • Ölbaumpilz (Omphalotus olearius)
  • Düsterer Röhrling (Porphyrellus porphyrosporus)
  • Goldblatt (Phylloporus pelletieri)
  • Goldporiger Röhrling (Pulveroboletus gentilis)
  • Schwefelgelber Holz-Röhrling (Pulveroboletus hemichrysus)
  • Nadelholz-Röhrling (Pulveroboletus lignicola)
  • Strubbelkopf-Röhrling (Strobilomyces strobilaceus)
  • Moor-Schmierröhrling (Suillus flavidus)
  • Elfenbein-Röhrling (Suillus placidus)
  • Zirben-Röhrling (Suillus plorans)
  • Beringter Zirben-Röhrling (Suillus sibiricus)
  • Aprikosenfarbiger Filzröhrling (Xerocomus armeniacus)
  • Dunkelroter Filzröhrling (Xerocomus dryophilus)
  • Mährischer Filzröhrling (Xerocomus moravicus)
  • Schmarotzer-Röhrling (Xerocomus parasiticus)
  • Blutroter Filzröhrling (Xerocomus rubellus)

Nichtblätterpilze i.w.S. (Aphyllophorales s.l.)

  • Ziegenfußporling (Albatrellus pes-caprae)
  • Kammporling (Albatrellus cristatus)
  • Russgrauer Porling (Boletopsis leucomelaena)
  • Bergporling (Bodarzewia mesenterica)
  • Nördlicher Stachelseitling (Climacodon septentrionalis)
  • Eichhase (Dendropolyporus umbellatus)
  • Haselporling (Dichomitus campestris)
  • Ochsenzunge, Leberreischling (Fistulina hepatica)
  • Lärchenschwamm (Laricifomes officinalis)
  • Glänzender Lackporling (Ganoderma lucidum)
  • Tannen-Lackporling (Ganoderma carnosum)
  • Kupferroter Lackporling (Ganoderma pfeifferi)
  • Harziger Lackporling (Ganoderma resinaceum)
  • Walliser Lackporling (Ganoderma valesiacum)
  • Schweinsohr (Gomphus clavatus)
  • Klapperschwamm (Grifola frondosa)
  • Stachelbärte (Hericium, Creolophus) alle Arten
  • Riesen-Porling (Meripilus giganteus)
  • Eichen-Hautporling (Piptoporus quercinus)
  • Steppengras-Stielporling (Polyporus rhizophilus)
  • Sklerotien-Stielporling (Polyporus tuberaster)
  • Breitblättrige Glucke (Sparassis brevipes)

Schlauchpilze (Ascomycetina)

  • Leuchtender Prachtbecher (Calosypha fulgens)
  • Morchelbecherling (Disciotis venosa)
  • Erdzungen (Geoglossum, Microglossum, Trichoglossum) alle Arten
  • Sumpfhaubenpilz (Mitrula paludosa)
  • Eselsohr (Otidea onotica)
  • Kronenbecherling (Sarcosphaera coronaria)
  • Glocken-Verpel (Verpa conica)
  • Alle unterirdisch (hypogäisch) wachsenden Schlauchpilze (z. B. Tuber, Terfezia, Choiromyces etc.)

Die Kärntner Pilzverordnung besagt, dass diese vollkommen geschützten wildwachsenden Pilze weder ausgegraben, von ihrem Standort entfernt, beschädigt oder vernichtet noch in frischem oder getrocknetem Zustand erworben, weitergegeben, befördert, gehandelt oder feilgeboten werden dürfen. Auch darf nicht die Bereitschaft zum Erwerb dieser Pilze öffentlich angekündigt werden. Der Schutz bezieht sich auf sämtliche unter- und oberirdische Teile.

Wer sich nicht daran hält, dem droht nach § 67 Abs. 1 lit. des Kärntner Naturschutzgesetzes 2002 (K-NSG 2002) eine Geldstrafe von bis zu 3.630 Euro.

dob,11.10.2026, 06:47