Autofahrer müssen jetzt ganz stark sein, denn wer derzeit an die Zapfsäule fährt, erlebt sein blaues Wunder. Neue Daten zeigen, was viele Pendler bereits im Geldbörsel schmerzhaft zu spüren bekommen: Die Spritpreise in Österreich kennen derzeit nur eine Richtung – nach oben.
Der Wahnsinn an den Tankstellen hat dabei pünktlich zum Wochenstart einen neuen Höhepunkt erreicht. Eine "Heute"-Auswertung der Preisentwicklungen seit 2019 auf Basis der E-Control-Zahlen entlarvt den Diesel dabei als den absoluten Rekordhalter.
Wer am Montag in Tirol seinen Diesel volltanken musste, zahlte demnach im Schnitt unglaubliche 2,287 Euro pro Liter. Das ist der absolut höchste Wert, der jemals in einem der Bundesländer gemessen wurde. Damit hängt der aktuelle Diesel-Schock sogar den historischen Benzin-Albtraum aus dem Sommer 2022 locker ab.

Zur Erinnerung: Als die Super-Preise damals durch die Decke gingen, lag der absolute Spitzenwert – 2,129 Euro pro Liter – ebenfalls in Tirol. Während der bundesweite Benzinpreis am 24. Juni 2022 ebenfalls bei 2,099 Euro seinen Höhepunkt fand, wurde der absolute Diesel-Rekord für ganz Österreich erst heuer am 30. März mit 2,245 Euro aufgestellt.
Super ging am Montag im österreichweiten Median übrigens um 1,944 Euro weg. Im Bundesländer-Vergleich hatte einmal mehr Tirol mit 1,994 Euro die Nase vorn. Damit ist der Preis noch 15,5 Cent (Österreich) bzw. 13,5 Cent (Bundesländer) vom Rekord entfernt.
Wie extrem die aktuellen Preise tatsächlich sind, zeigt ein wehmütiger Blick in die Vergangenheit auf die günstigsten Tarife seit 2019. Mitten im ersten Corona-Jahr fielen die Spritpreise auf ein mittlerweile kaum noch vorstellbares Rekordtief.
Am 17. Mai 2020 kostete demnach ein Liter Super in der Steiermark supergünstige 0,934 Euro. Am exakt selben Tag durften sich auch Dieselfahrer freuen, als der Liter in Salzburg für gerade einmal 0,913 Euro aus den Zapfpistolen sprudelte.
Im österreichweiten Schnitt lag der Literpreis an diesem denkwürdigen Mai-Wochenende 2020 sowohl für Benzin als auch für Diesel spürbar unter der magischen Ein-Euro-Grenze – konkret zahlte man für den Liter Diesel im Mittel 0,932 Euro, für Super 0,953 Euro.