Das Haus von Thomas (55) und Gabriele O. (57) aus Langenrohr im Bezirk Tulln (Niederösterreich) brannte am 2. Jänner nach dem Wurf einer fehlgeleiteten Rakete Feuer – "Heute" berichtete.
2004 war die damals fünfköpfige Familie zu Weihnachten in das Haus eingezogen, der Traum vom EIgenheim wurde ausgerechnet 21 Jahre danach – kurz nach Weihnachten – in Asche gelegt. Das Carport beim Haus hatte Feuer gefangen, rasch entfachten sich die Flammen unaufhaltsam.
"Ziemlich ein Totalschaden", erklärte Thomas O. den Zustand des Hauses kurz nach der Brand-Tragödie. Der Keller müsse saniert werden, ab der Kellerdecke müsse man wahrscheinlich alles abreißen. Auch zur Schadenssumme könne man noch nichts Fixes sagen.
Unter anderem sind auch ein Auto und ein Anhänger verbrannt. "Persönliche Sachen tun noch mehr weh", erzählt Thomas O. und meint damit Andenken und Fotos. Nur durch ein Wunder wurde niemand verletzt, bis auf ein paar Kleidungsstücke und ein Auto fiel aber nahezu alles den Flammen zum Opfer.
Vier miteinander verwandte Burschen sowie ein Mädchen meldeten sich bei den Behörden, werden gemeinsam von den Gebrüdern Nikolaus und Thomas Rast aus Wien strafrechtlich bzw. zivilrechtlich vertreten. DIe fünf Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren stehen im Visier der Ermittler, da ein Nachbar sie am Abend beim Schießen von Knallern und bei der anschließenden Flucht übers Feld gefilmt haben soll.
Denn: Sollte ihnen ein (Mit-)Verschulden nachgewiesen werden, könnten immense Schadensersatzforderungen folgen. "Zuerst muss geklärt werden, was wirklich zur Brandtragödie passiert ist", betonen die Juristen. Schon jetzt scheint aber klar: Es könnte brenzlig werden.
Für Familie O. zeigt hingegen die Hoffnung, denn: Ein 4fund.com-Spendenaufruf brachte mithilfe von 606 Spendern über 53.000 Euro ein. Nun meldete sich auch ein Paar, das von der Tragödie der Familie mitbekam und danach nicht mehr zur Ruhe kam. Sie entschieden sich dazu, der Familie finanziell etwas unter die Arme greifen wollte.
Und das taten sie: Johann und Anneliese Haller spendeten 20.000 Euro an die gebeutelte Familie und durfte sie persönlich kennenlernen und die Summe übergeben. "Ich bin überwältigt und sprachlos", erklärte Thomas O., der den Tränen bei der Geldübergabe sichtlich nah war. Bis ein Haus für Familie O. ansatzweise wieder auf stabilen Beinen steht, könnte immens viel Zeit vergehen. Doch die Spendenaktionen und die tatkräftige Hilfe hunderter Menschen gibt Hoffnung ...