39-Jähriger streitet alles ab

Range Rover, Rattengift! HiPP-Verdächtiger unter Druck

Im Fall "SOKO Glas" verdichten sich die Hinweise: Beim Verdächtigen wurde Rattengift gefunden, sein Luxus-SUV konfisziert. Der Mann streitet alles ab.
Newsdesk Heute
05.05.2026, 08:11
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Im spektakulären "Giftfall HiPP" kommen immer mehr brisante Details ans Licht. Im Zentrum steht ein 39-jähriger Ex-Manager der Babynahrungsfirma, der im Verdacht steht, vergifteten Babybrei in Umlauf gebracht und das Unternehmen erpresst zu haben. Der Mann weist sämtliche Vorwürfe entschieden zurück.

"Ich bin Akademiker. I woar's ned"

Der Standpunkt des 39-jährigen Ex-Mitarbeiters von Hipp ist klar: "I woar's ned". Laut Verteidigung kooperiert der Verdächtige vollumfänglich mit den Behörden. So habe er alle Datenträger zur Verfügung und alle Passwörter bereitgestellt. Man werde noch draufkommen, dass er nicht der gesuchte Täter sei und der wahre Täter noch auf freiem Fuß ist, gibt sich der Beschuldigte gelassen.

"Ich bin Akademiker. Mir hat diese Kündigung nichts ausgemacht", lässt der gebürtige Slowake über seinen Anwalt Manfred Arbacher-Stöger ausrichten. Die Ermittlungen bezeichnet er sogar als "Rohrkrepierer".

Rattengift in Wohnung entdeckt

Für die Ermittler der "SOKO Glas" ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Bei einer Hausdurchsuchung in der luxuriösen Wohnung des Verdächtigen wurde unter anderem eine größere Menge Rattengift sichergestellt – das berichtet die "Kronen Zeitung". Laut Verteidigung gebe es dafür eine "klare Erklärung": Der Mann betreibe in seiner slowakischen Heimat Landwirtschaft und benötige das Gift gegen eine Rattenplage.

Range Rover im Visier

Besonders im Fokus stehen nun digitale Spuren: Die Polizei beschlagnahmte den Range Rover des 39-Jährigen. Die GPS-Daten des Fahrzeugs sollen Aufschluss darüber geben, wo sich der Verdächtige zuletzt aufgehalten hat. Er selbst setzt auf Technik, um seine Unschuld zu beweisen: Seine Smartwatch soll zeigen, dass er sich nie an den Tatorten – etwa in Brünn – aufgehalten hat.

Entscheidung über U-Haft steht bevor

Wie berichtet, wurden mehrere Gläschen Babybrei („Karotten mit Kartoffeln“) entdeckt, die mit Rattengift versetzt waren. Diese tauchten in Supermärkten in Tschechien, dem Burgenland sowie in der Heimat des Verdächtigen auf. Ein Glas ist weiterhin verschwunden. Die mögliche Gefahr war enorm: Man habe laut Ermittlern bewusst in Kauf genommen, dass Babys oder auch ältere Menschen schwer verletzt oder getötet werden könnten.

Am Dienstagvormittag soll entschieden werden, ob über den 39-Jährigen die Untersuchungshaft verhängt wird. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren – und könnten schon bald neue, entscheidende Erkenntnisse liefern. Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.

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