Der Wiener Tourismus bleibt auf Erfolgskurs. Im Juli verbuchte die Bundeshauptstadt 1,8 Millionen Nächtigungen. Das entspricht einem Plus von drei Prozent gegenüber dem Juli 2025. Im Gesamtjahr 2025 hatte Wien mit rund 20 Millionen Nächtigungen einen neuen Rekord erreicht. Auch der Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe kletterte mit rund 1,46 Milliarden Euro auf einen Bestwert. Die positive Entwicklung setzt sich damit auch 2026 fort.
"Wir in Wien setzen auf erfolgreichen Qualitätstourismus und schützen gleichzeitig den Wohnraum der Wiener", so Bürgermeister Michael Ludwig (SP) auf Facebook. Für Ludwig ist klar, dass der boomende Tourismus nicht auf Kosten des Wohnraums gehen soll.
Gleichzeitig sei der Tourismus aber ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Stadt. Die Branche schafft Arbeitsplätze, trägt zur Wertschöpfung bei und stärkt die internationale Position Wiens. Die Stadt will Tourismus und Wohnen nicht gegeneinander ausspielen. Erfolgreicher Tourismus und eine konsequente Politik für leistbares Wohnen "sind kein Widerspruch", so Ludwig.
Vor allem bei Kurzzeit-Vermietungen setzt die Stadt aber auf klare und nachvollziehbare Regeln. Die Kurzzeit-Vermietung von Wohnungen ist grundsätzlich auf 90 Tage pro Kalenderjahr beschränkt. "Wohnungen sind in Wien in erster Linie zum Wohnen da", so Ludwig.
Nun soll noch heuer ein weiterer Schritt folgen: Wien plant ein verpflichtendes Register für Kurzzeitvermietungen, wir berichteten. Damit sollen insbesondere spekulative und nicht genehmigte Kurzzeitvermietungen wirksamer eingedämmt werden.