Das Umwelt- und Klimaministerium startet heute die Registrierung und Antragstellung zur Sanierungsoffensive 2026. Wie das Ministerium in einer Aussendung mitteilt, sollen dabei eine "effizienter Mitteleinsatz und Planungssicherheit für Privathaushalte und Betriebe" im Zentrum stehen.
Der zuständige Umwelt- und Klimaminister Norbert Totschnig (ÖVP) erklärt, dass "mehr als 30.000" fossile Heizungen auf nachhaltige Modelle umgerüstet werden können – und das mit einem "effizienteren Einsatz von Steuergeld als zuvor".
Der Minister erklärt, dass man so den CO2-Ausstoß um rund 270.000 Tonnen pro Jahr reduzieren könne. Dadurch schaffe man gleichzeitig 8.800 "Green Jobs" und generiere eine Wertschöpfung von mehr als 1,4 Milliarden Euro.
Bereits im vergangenen Sommer habe eine Analyse des Schweizer Instituts "Prognos" zur Effizienz von Klima- und Energieförderungen gezeigt, dass große Optimierungspotentiale bei der Sanierungsoffensive bestünden und die bisherigen Förderungen deutlich zu hoch gewesen seien, heißt es seitens des Ministeriums. Bei der nun startenden Neuauflage der Sanierungsoffensive seien die Empfehlungen der Studie berücksichtigt worden.
Schon an früherer Stelle kritisierte Totschnig das Vorgängermodell von der nunmehrigen Grünen-Chefin Leonore Gewessler. Ihr Modell habe "zahlreiche Schwächen" gehabt und sei dem Steuerzahler "teuer zu stehen gekommen". Die bisherigen Förderquoten von bis zu 75 Prozent werde es in Zukunft nicht mehr geben, kündigte Totschnig auch im Hinblick auf den Sparzwang bereits vor Wochen an.
Die Offensive stütze sich auf zwei zentrale Maßnahmen: den Kesseltausch hin zu umwelt- und klimafreundlichen Heizlösungen sowie den Sanierungsbonus für die thermisch-energetische Modernisierung. In der neuen Förderperiode sorgen ein fixes Jahresbudget und eine verbindliche Registrierung für mehr Effizienz und Planungssicherheit.
Die "Sanierungsoffensive" stehe österreichweit allen Gebäudetypen offen – von Ein- und Zweifamilienhäusern über Reihenhäuser bis hin zum mehrgeschoßigen Wohnbau., so das Ministerium abschließend.
Kritik an der Maßnahme kommt von den Grünen. Lukas Hammer, Energiesprecher der Grünen, sagt zu "Heute":" Mit den vorgestellten Sanierungsförderungen verfehlt die Regierung nicht nur mit Ansage die selbst gesetzten Klimaziele, viele Menschen in Österreich können sich mit diesen Förderungen einen Umstieg schlicht nicht leisten".
Gerade die Menschen im mehrgeschossigen Wohnbau, für die die SPÖ sich stark machen wollte, würden im Regen stehen gelassen. Außerdem brauche es, so Hammer, rechtliche Vorgaben für Vermieter. "Davon fehlt aber weiterhin jede Spur".