Rendi-Wagner fordert 1.000-Euro-Gutschein für alle

SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert einen Konsumscheck von bis zu 1.000 Euro pro Haushalt. (Archivbild)
SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert einen Konsumscheck von bis zu 1.000 Euro pro Haushalt. (Archivbild)HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com
SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner fordert einen Konsumscheck von bis zu 1.000 Euro pro Haushalt, um die heimische Wirtschaft anzukurbeln. 

Die Corona-Lage in Österreich stabilisiert sich immer weiter. Nun soll die Stabilisierung der heimischen Wirtschaft in Angriff genommen werden. Um jene anzukurbeln, fordert SPÖ-Parteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner einen Konsumscheck von bis zu 1.000 Euro pro Haushalt. 

 Dabei soll der "Österreich-Gutschein" in Restaurants, Lokalen, der Hotellerie, Fitnessstudios, im Friseursalon sowie in der Kultur eingelöst werden können.

Auch der Handel äußert bereits seit über einem Jahr eine ähnliche Forderung – und zwar in der Höhe von 500 Euro je Haushalt. Die Gewerkschaft vida sprach sich indes für 1.000-Euro-Gutscheine für Urlaube und Gastronomie aus.

Rasche und unbürokratische Hilfe

Den von Rendi-Wagner geforderten Gutschein soll es für alle Haushalte geben – unabhängig vom Einkommen. "Das wichtigste Ziel ist, einen belebenden Impuls zu setzen für die heimische rot-weiß-rote Wirtschaft. Da ist es völlig unerheblich, wer diesen Gutschein am Ende einlöst", erläutert die SPÖ-Chefin.

Im Vordergrund stehe eine rasche und unbürokratische Hilfe für kleinere und mittlere Betriebe, die besonders krisengefährdet seien. Denn auch nach den Öffnungen hätten die Umsätze noch nicht das Vorkrisen-Niveau erreicht, sondern nur etwa 50 Prozent davon.

3,9 Millionen Haushalte

➤ Die Gutscheine sollen an rund 3,9 Millionen österreichische Haushalte übermittelt werden. Single-Haushalte sollen 700 Euro bekommen, für Zwei- oder Mehr-Personen-Haushalte soll es 1.000 Euro geben. Die Kosten hierfür bezifferte Rendi-Wagner mit rund 3,5 Milliarden Euro.

Bereits vergangenes Jahr wurden in der Bundeshauptstadt Gastro-Gutscheine an alle Wiener verteilt. Jene wurden im Mai 2020 vor der Wiedereröffnung der Lokale nach dem ersten Corona-Lockdown von Bürgermeister Michael Ludwig präsentiert. Ein-Personen-Haushalte bekamen damals einen Gutschein in der Höhe von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50 Euro-Gastro-Gutschein. Finanziert wurde die Aktion mit Steuergeldern. 

So sah er aus: Der Wiener Gastro-Gutschein
So sah er aus: Der Wiener Gastro-GutscheinHeute.at

In den USA umgesetzt

Solch eine wie von Rendi-Wagner geforderte Hilfe hat Präsident Joe Biden in den USA bereits umgesetzt und die CoV-Hilfen schon im März deutlich aufgestockt. Wie die APA berichtet, ließ jener unter anderem rund 400 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 330 Mrd. Euro) in Form von Schecks über jeweils 1.400 Dollar (etwa 1.150 Euro) an all jene Amerikaner verschicken, die weniger als 80.000 Dollar im Jahr verdienen.

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