Der ÖAMTC erinnert Fahrzeughalter an eine seit Jahren laufende Rückrufaktion wegen gefährlicher Takata-Airbags.
Viele Betroffene haben ihr Auto bis heute nicht überprüfen lassen – dabei kann der Defekt im Ernstfall lebensgefährlich werden.
Auslöser der weltweiten Rückrufaktion sind fehlerhafte Gasgeneratoren bestimmter Takata-Airbags. In seltenen Fällen kann beim Auslösen des Airbags ein zu hoher Druck entstehen.
Dadurch könnte das Gehäuse bersten und Metallteile in den Fahrzeuginnenraum geschleudert werden.
"Wir empfehlen dringend, den Rückruf ernst zu nehmen und betroffene Fahrzeuge so rasch wie möglich überprüfen zu lassen", sagt ÖAMTC-Techniker Florian Merker.
"Auch wenn der Fehler hauptsächlich in Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit aufgetreten ist und das Risiko in Österreich deshalb als geringer eingeschätzt wird, bleibt der Airbag eine potenzielle Gefahrenquelle."
Für Autobesitzer entstehen durch den Rückruf keine Kosten. Die betroffenen Airbags werden in einer Fachwerkstatt überprüft bzw. ausgetauscht.
"Die Behebung des Mangels ist für Fahrzeugbesitzer:innen kostenlos und wird in einer Fachwerkstatt durchgeführt", erklärt Merker. "Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme – allerdings um eine sehr wichtige."
Von der Rückrufaktion sind Fahrzeuge vieler Hersteller und unterschiedlicher Modellreihen betroffen. Deshalb sollten Autobesitzer möglichst rasch überprüfen, ob ihr Fahrzeug auf der Rückrufliste steht.
Der ÖAMTC hat auf seiner Website die Rückruf-Abfragen der einzelnen Autohersteller gebündelt. Dort können Fahrzeughalter mit wenigen Klicks feststellen, ob ihr Auto betroffen ist und ob ein Werkstattbesuch notwendig ist.
Wer einen entsprechenden Rückruf erhält, sollte nicht zögern und rasch einen Termin vereinbaren. Zwar gilt das Risiko in Österreich als geringer als in Ländern mit hoher Luftfeuchtigkeit, ausgeschlossen ist ein Defekt jedoch auch hier nicht.